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Landesforsten Rheinland-Pfalz gut aufgestellt

Im Jubiläumsjahr der Nachhaltigkeit sieht Forstministerin Ulrike Höfken den Landesbetrieb Landesforsten gut aufgestellt: „Mit dem Finanzministerium haben wir für Landesforsten einen Einstellungskorridor bis 2022 vereinbart, der deutlich über den Zahlen der vergangenen Jahre liegt. Damit setzen wir den Gedanken der Nachhaltigkeit auch im Personalbereich um“, betonte Höfken bei der Hauptversammlung des Landesverbands Rheinland-Pfalz im Bund Deutscher Forstleute am 20. November im Walderlebniszentrum Neupfalz. Trotz angespannter Haushaltssituation werde man jährlich 35,5 Stellen im Forstbereich neu besetzen und damit eine verlässliche Grundlage für die Verjüngung von Landesforsten sowie dauerhafte Planungssicherheit schaffen.„Seit 300 Jahren stellen Forstleute unter Beweis, dass sie mit begrenzten Ressourcen nachhaltig und pfleglich umgehen können“, sagte Höfken und zeigte sich überzeugt davon, dass Landesforsten die künftigen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende und Erhalt der Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz meistern könne. Der Landesbetrieb sei ein Vorreiter des Konsolidierungskurses der Landesregierung: So sei die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 2500 im Jahr 1990 auf aktuell 1600 bereits deutlich gesunken. Mit dem Finanzministerium sei vereinbart worden, dass die Personalstärke künftig nicht unter 1461 Vollzeitstellen fallen soll. Die Ministerin bat die versammelten Forstleute, sich kreativ und konstruktiv in den laufenden Anpassungsprozess einzubringen.Neben der Bereitstellung des Rohstoffs Holz seien Umwelt- und Naturschutz sowie Umweltbildung auch in Zukunft Schwerpunkte von Landesforsten, so Höfken. Der geplante Nationalpark im Hunsrück sei ein wichtiges Projekt für das ganze Land, das die Forstverwaltung maßgeblich vorantreibe. „Mit dem Nationalpark wollen wir die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie sowie die Regionalentwicklung in einem strukturschwachen Gebiet voranbringen“, erklärte die Forstministerin. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Landesforsten sei das Projekt eine Chance, sich neue Berufsfelder zu erschließen.„Zusammen mit Hessen ist Rheinland-Pfalz das waldreichste Bundesland. Auf die nachhaltige Forstwirtschaft, die diesen Schatz bewahrt, können wir stolz sein“, betonte Höfken. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den geplanten Verzicht auf Ersatzaufforstungen stellte sie klar, dass diese Maßnahme zum Schutz des artenreichen Grünlands nur in den Regionen des Landes mit über 35 Prozent Waldanteil gelten soll und auch Ausnahmen möglich seien. „Nachhaltige Forstwirtschaft darf sich nicht allein auf die Fläche beziehen, sondern muss auch die Situation vor Ort und die Qualität des vorhandenen Waldes berücksichtigen“, so die Ministerin. Künftig sollen Ausgleichsmaßnahmen in waldreichen Regionen vorrangig vorhandene Waldflächen aufwerten, um den Flächenverbrauch auch in diesem Bereich zu begrenzen. Höfken: „Das haben alle Fraktionen des Landtags, auch die CDU, noch im Jahr 2011 ausdrücklich gefordert.“ Vorgesehen sei, das Landeswaldgesetz an eine geplante Novelle des Landesnaturschutzgesetzes anzupassen. In waldarmen Gebieten des Landes bleibe die bisherige Rechtslage unverändert.

MULEWF

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