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Landesforsten Niedersachsen meistern schwieriges Jahr 2009

Landesforsten Niedersachsen meistern schwieriges Jahr 2009

Die Niedersächsische Landesforsten weisen im Geschäftsjahr 2009 einen operativen Jahresüberschuss nach Steuern und vor Risikovorsorge in Höhe von 2,53 Mio. EURO aus (Vorjahr: 14,7 Mio. EURO). Der ausgewiesene Gewinn resultiert aus dem Forstbetrieb (2,36 Mio. EURO) und 171.000 EURO aus den weiteren Geschäftsfeldern.

„Das Jahr 2009 war bisher das schwierigste in den fünf Jahren seit unserer Gründung. Mit einem Sparprogramm und etwas Glück haben wir noch ein positives Ergebnis sichern können“, so Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. Anfang des Jahres 2009 musste die Holzernte im Landeswald zeitweise vollständig eingestellt werden, weil die Wirtschaftskrise auch auf den Holzmärkten angekommen war. Der Absatzrückgang und ein deutlicher Preisverfall haben das Jahr schwer belastet. Merker kann aber selbst dem Krisenjahr positive Seiten abgewinnen: „Man kann dies als Gewinneinbruch werten. Aber wir haben in den letzten 4 Jahren erstmalig nach 45 Jahren überhaupt wieder die Gewinnzone erreicht. Aus solch einer Konsolidierung kommend, können wir froh und stolz sein, dass uns diese Krise nicht weiter zurückgeworfen hat. Andererseits hat sie uns natürlich die bestehenden Grenzen und Anfälligkeiten deutlich aufgezeigt.“

„Die Landesforsten haben diese schwierige Phase sehr gut gemeistert und können entsprechend an das Land Niedersachsen einen Gewinnanteil von 60 % (1,4 Mio. EURO) überweisen“, so Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, der Verwaltungsratsvorsitzende. „Und über den freuen wir uns natürlich, auch wenn er geringer ausgefallen ist, als ursprünglich gedacht. Dem hohen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Vorstand gilt mein besonderer Dank“.
Erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 erholten sich die Märkte wieder und die Nachfrage belebte sich. Die Holzerntemenge lag mit 1,53 Mio. Kubikmeter in etwa auf Vorjahresniveau, lag aber deutlich unter dem geplanten Nachhaltigkeitshiebssatz. Der Durchschnittspreis pro Kubikmeter Rohholz sank von 52 EURO auf 44,50 EURO. Entsprechend fiel der Unternehmensumsatz von 104,9 Mio. EURO in 2008 auf 94,7 Mio. EURO.
Erfreulich entwickelte sich die Tochtergesellschaft der NLF. Die Niedersächsische Landesforsten Services GmbH konnte ihre Aktivitäten ausbauen und verzeichnete für das Geschäftsjahr 2009 bei einem Umsatz von 1,96 Mio. EURO (+24 %) einen Gewinn nach Steuern von rund 266.000 EURO.
Die Prognose für das Jahr 2010 fällt nach den ersten Monaten wieder deutlich besser aus. „Die Märkte haben sich beruhigt und die Preise sind zurzeit stabil“, bewertet Merker die aktuelle Situation.
NLF

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