Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Landesforsten Brandenburg: „Waldvision 2030“ ist Grundlage für neuen Betriebsplan

Landesforsten Brandenburg: „Waldvision 2030“ ist Grundlage für neuen Betriebsplan

Im Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) startete am 8. Juli die neue Planungsrunde für alle im Landeseigentum befindlichen Wälder. Bis 2017 wird ein neuer Betriebsplan zur Waldbewirtschaftung erarbeitet. Dieser fußt auf der Umsetzung der „Waldvision 2030“ – den strategischen Zielen der Landesforstverwaltung für den Wald für die Jahre 2017 bis 2026.
Das Land erstellt für sein Waldeigentum alle zehn Jahre im Rahmen der Forsteinrichtung einen Betriebsplan. Zur mittelfristigen forstlichen und ökonomischen Planung, Steuerung und Kontrolle der Waldressourcen des Landes gehört zunächst die Inventur oder Waldzustandserfassung, die in Brandenburg laufend erfolgt und in digitalen Wald- und Bodendaten mit digitalen Karten abgelegt ist. Aus diesem Datenbestand wird auch das Wachstum der Wälder abgeleitet, wobei Holznutzungen, Waldverjüngungen oder Flächenveränderungen durch Forstleute vor Ort laufend aktualisiert werden. Im Ergebnis ergibt sich eine Zusammenstellung der nutzbaren Holzmenge.
Weiterhin ermitteln die Forstleute die zu verjüngende Waldfläche, wobei auch festgelegt wird, welche Baumarten zum Einsatz kommen sollen. Der immer noch vorrangig mit Kiefern bestockte Landeswald soll strukturreicher und damit angepasster an Klimaveränderungen werden.
Der Betriebsplan legt konkret die Standorte fest, an denen die forstwirtschaftlichen Maßnahmen im Landeswald stattfinden können. Es lassen sich aber auch der Arbeitskräftebedarf oder der notwendige Einsatz forstlicher Dienstleister aus der Planung ableiten. Die ausgearbeitete Planung wird in ihrer Umsetzung jährlich auch durch die externen Zertifizierungssysteme PEFC und FSC geprüft.
Mit der Einleitungsverhandlung zur Forsteinrichtung am 8. Juli im Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde wurde der Verfahrensablauf der Forsteinrichtung vorgestellt und mit Vertretern der beteiligten Behörden aus Forstwirtschaft und Naturschutz das Vorgehen erörtert. Die konkreten Planungsprozesse erfolgen bis Anfang 2017 durch die Mitarbeiter der Landeswaldoberförstereien und ein zentrales Planungsteam von Forsteinrichtern im Landesbetrieb.
Der Betriebsplan wird abschließend durch das Forstministerium bestätigt und ab 2017 mit in einer jährlichen Wirtschaftsplanung umgesetzt.
MLUL Brandenburg

Auch interessant

von