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Faschinen können nur in aufwändiger Handarbeit gefertigt werden Foto: Lothar Krüger

Landesbetrieb Forst Brandenburg unterstützt Kampf gegen das Hochwasser

Auf Anforderung des Katastrophenschutzstabs beim Innenministerium vom 8. Juni wurde der Landesbetrieb Forst Brandenburg um die Produktion von 500 Faschinen für Mühlberg und weiteren 500 für Wittenberge gebeten. Am selben Nachmittag produzierten 50 Forstwirte in drei Landeswaldoberförstereien 400 Faschinen. Am 9. Juni wurden in den acht Landeswaldoberförstereien Doberlug, Lübben, Belzig und Peitz für Mühlberg (Landkreis Elbe-Elster), und Steinförde, Alt Ruppin, Borgsdorf und Grünaue für Wittenberge (Landkreis Prignitz) mit 140 Forstwirten zusammen 1.700 Faschinen hergestellt.
Mit diesen Mengen wurden die gestellten Anforderungen bis auf weiteres täglich 1.000 Faschinen bereitzustellen erfüllt. 1.200 Faschinen sind für den 10. Juni bereits zur Abfuhr gemeldet.

Der Landesforstbetrieb hat damit bis jetzt 3.300 Faschinen in drei Tagen bereitgestellt. Auf eine weitere Abforderung des örtlichen Katastrophenschutzstabs hat die Oberförsterei Gadow 1.000 Faschinen im Stadtwald Perleberg mit Forstwirten des Landesforstbetriebs hergestellt.

Was sind Faschinen und wofür werden sie gebraucht?

Faschinen sind Reisigbündel, die das Rutschen von Erdmassen überwiegend am Hang verhindern sollen. Bei Unterwasserbauten werden sie zur Stabilisierung des Bodens verwendet. Faschinen wirken gleichzeitig als Drainage. Das flexible Reisigmaterial besonders der Kiefer eignet sich in Brandenburg zur Faschinenherstellung.
 
Faschinen können nur in aufwändiger Handarbeit gefertigt werden. Dabei wird das Reisigmaterial in Faschinenböcke gepackt und im Abstand von zirka 50 Zentimetern manuell mit Bindedraht zusammengebunden. Der Landesforstbetrieb benutzt 3 m lange Faschinen mit einem Durchmesser von zirka 30 cm. Ein Bündel ist etwa 30 kg schwer. Der Transport von Faschinen ist aufgrund des hohen Volumens eine logistische Herausforderung und sollte am besten mit Spezial-Holztransport-Fahrzeugen erfolgen.
MIL Brandenburg/LFB
Das Reisigmaterial der Kiefer eignet sich zur Faschinenherstellung Foto: LFB Das Reisigmaterial wird in Faschinenböcke gepackt und im Abstand von etwa 50 cm manuell mit Bindedraht zusammengebunden Foto: LFB Faschinen können nur in aufwändiger Handarbeit gefertigt werden Foto: Lothar Krüger

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