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Landesbetrieb Forst Brandenburg engagiert sich im Moorschutz

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg engagiert sich bereits seit Jahren für die Erhaltung und Renaturierung von Waldmooren. Ein aktuelles Beispiel für einen erfolgreichen Moorschutz ist das Debrodt-Moor. Es handelt sich hier um ein Kalk-Zwischenmoor im Norden Brandenburgs am Großen Pälitzsee.

Bereits 1866 wurden ein Abzugsgraben und nachfolgend fünf Durchstiche zur Torfgewinnung im Moor angelegt, um eine Ziegelei befeuern zu können. Durch diese Entwässerung verschwand der Debrodtsee. Jetzt wurde durch den Bau eines 30 m langen und 5 m breiten Torfdamms der Wasserstand im 9 ha großen Debrodt-Moor um bis zu 45 cm erhöht und das Moor vollständig wiedervernässt.

Waldmoorschutz dient der besseren Wasserversorgung im Wald, da das Lokalklima durch intakte Moore feuchter wird, der Grundwasserleiter aufgefüllt und die Feuchtigkeit länger im Boden verbleibt. Parallel zu wasserbaulichen Maßnahme finden deshalb im Wassereinzugsgebiet der Debrodt-Rinne umfangreiche Waldumbaumaßnahmen statt.

In den letzten Jahren wurden fast alle Waldbaumaßnahmen am Debrodt-Moor durch das Bergwaldprojekt e.V. durchgeführt. Auf über 10 ha wurden Traubeneichen, Rotbuchen und Bergahorn gepflanzt. Der nächste Einsatz ist vom 18. März bis 31. März in Zechlinerhütte geplant.

Für wald- und wasserbaulichen Maßnahmen hat der Landesbetrieb Forst Brandenburg im vergangenen Jahr 500000 EUR ausgegeben und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt besonders gefährdeter und schützenswerter Moore in Brandenburg geleistet.

Die ältesten Moore in Brandenburg sind mehr als 13000 Jahre alt. Lediglich 10 % gelten heute als naturnah und nur noch 2 % aller Moore im Land Brandenburg bilden noch Torf. Die intaktesten Moore gibt es noch im Wald.

MIL Brandenburg

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