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Lage der Laubholzsäger in Deutschland

Ende Juli 2018 hat sich die Stimmung der Laubholzsäger bezüglich der aktuellen Geschäftslage gegenüber dem Vormonat etwas verschlechtert: Etwa 10 % der am ifo-Konjunkturtest teilnehmenden Betriebe beurteilte die Geschäfte als gut, nicht ganz 30 % dagegen als schlecht. Der überwiegende Teil bezeichnete sie aber als zufriedenstellend bzw. saisonüblich.

Mit etwa 60 % geht noch immer der größte Teil der Betriebe auf Sicht der kommenden sechs Monate von einer stabilen Lage aus, alle anderen rechnen allerdings mit einer Verschlechterung.

Die Fertigwarenbestände werden von gut der Hälfte als zu klein bezeichnet, lediglich 20 % halten sie für ausreichend. Das Produktionstempo gab deutlich nach. Das Einkaufsinteresse ist kräftig gestiegen, dennoch verzeichneten knapp ein Drittel geringere Auftragsbestände. Sie wurden von 24 % als verhältnismäßig groß und von 48 % als normal bzw. saisonüblich eingestuft. Auf Sicht der kommenden drei Monate wird das Produktionstempo aller Voraussicht nach deutlich abnehmen.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts beträgt die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer derzeit 1,7 Monate. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 73 % der betriebsüblichen Vollauslastung. Die technische Kapazität ist unter Berücksichtigung des gegenwärtigen und des erwarteten Auftragseingangs bei 29 % der befragten Unternehmen mehr als ausreichend, bei 62 % ausreichend und bei 10 % zu gering. Über zu wenige Aufträge klagten 29 % der befragten Unternehmen, über Arbeitskräftemangel 48 % und über ein zu geringes Rohstoffangebot 29 %. Fast ein Viertel hat mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen.

Die inländischen Verkaufspreise blieben bei allen befragten Unternehmen stabil. Der Erzeugerpreisindex von Laubschnittholz ist im Juni 2018 mit einem Stand von 115,7 Punkten (2010 = 100) im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % gestiegen. Binnen Jahresfrist errechnet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Plus von 1,8 %. Für die nächsten drei Monate gehen fast 90 % von weiter steigenden Preisen aus, während nur 10 % damit rechnet, dass sie stabil bleiben werden. Das Exportgeschäft dürfte sich deutlich verlangsamen.

HMI

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