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Ländliche Entwicklung mit neuen Schwerpunkten weiter voranbringen

Das in dieser Wahlperiode neu ins Leben gerufene Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) wird erweitert.

Nachdem in den letzten beiden Jahren jeweils 10 Mio. € für Projekte und Initiativen der örtlichen Infrastruktur und der Daseinsvorsorge zur Verfügung standen, wurden die Mittel im Zuge der Haushaltsberatungen für 2017 aufgrund der besonderen Bedeutung der ländlichen Räume auf insgesamt 55 Mio. € deutlich erhöht. Neue Schwerpunkte werden u. a. Stärkung der ländlichen Wirtschaft und Infrastruktur, Mobilität, Digitalisierung sowie Kultur sein. Gefördert werden nichtlandwirtschaftlich ausgerichtete Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in ländlichen Regionen außerhalb der Regelförderung.
Dazu erklärt der lippische CDU-Bundestagsabgeordnete und zuständige Hauptberichterstatter Cajus Caesar:
„In vielen Gesprächen in den Kommunen habe ich mich überzeugen können, dass die Menschen vor Ort an gut durchdachten und vernetzten Konzepten arbeiten, die wir so durch Bundesgelder mit Leben erfüllen. Im Förderaufruf Soziale Dorfentwicklung mit 75.000 €, für besondere Projekte bis 125.000 €, Fördermittel, geht es beispielsweise bei einem Pflegeprojekt zum Thema Altern auf dem Land darum, wie sich ehrenamtliche Helfer um Menschen kümmern, die einen Angehörigen versorgen. Diese Freiwilligen werden zu ehrenamtlichen Pflegebegleitern qualifiziert und sind erste Ansprechpartner für die vielen Fragen und Probleme pflegender Angehörige. Kooperationen zwischen der Kommune, dem Mehrgenerationenhaus und einem Forschungsinstitut zeigen, wie die Menschen vor Ort am besten ihre Bedürfnisse in der örtlichen Gemeinschaft erkennen und kreativ nach Lösungen suchen.
In einem anderen Projekt werden Elektroautos geleast und ein Dorfinfoportal als Dorf-App geschaffen, in dem verschiedenste Angebote zusammengefasst werden. Über ein Internetterminal sollen sich ohne Schließzeiten Waren und Dienstleistungen bestellen lassen, die es im Dorf nicht gibt. Auch ein mobiler Wochenmarkt und eine mobile Seniorenberatung sind geplant sowie auch hier eine tolle Verzahnung unterschiedlichster Akteure. Und genau das sind die Ziele des Bundesprogramms; spezifische Probleme der ländlichen Regionen, der Ortschaften und Dörfer, auf oftmals ganz unkonventionelle aber effektive Art angehen und modellhaft lösen. Und was sich einmal bewährt hat und funktioniert, kann auch an anderer Stelle Impulsgeber sein oder Nachahmer finden. Je mehr Beispiele, desto mehr praxiserprobte Lösungen, BULE als Ideengeber und Bausteinkasten, um die Attraktivität des ländlichen Raumes zu erhalten und zu steigern.
Es geht um nicht weniger, als die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse von Stadt und Land zu sichern. Denn etwa die Hälfte der Einwohner Deutschlands lebt auf dem Land. Für sie sind die ländlichen Räume, die knapp 90 % der Fläche Deutschlands umfassen, nicht nur Natur- und Erholungsort, sondern auch Heimat und Arbeitsstandort. Demografie und die Wanderung von jungen Menschen in die Stadt sind die Herausforderungen, denen wir begegnen müssen. Dort, wo es gelingt, attraktive Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen und sich Arbeiten und Wohnen verbinden lassen, bleiben eher junge Menschen und kommen vor allem auch ehemalige Abwanderer zurück. Deshalb brauchen wir eine bessere Infrastruktur. Nur so können die Menschen, beispielsweise durch schnelleres Internet als Basisinfrastruktur des 21. Jahrhunderts, an den aktuellen Entwicklungen, wie Online-Shopping, medizinische Beratung oder auch das Arbeiten von zu Hause, teilhaben.
Die Attraktivität des ländlichen Raums hängt aber auch von der örtlichen Gemeinschaft ab. Dort, wo sich die Bewohner aktiv um ihre Gemeinde kümmern, wird sie sich besser entwickeln und die Lebensqualität der Menschen deutlich höher sein. Dazu können die Dörfer mit vielen Projekten aktiv dazu beitragen. Zum Beispiel bei der Nachbarschaftshilfe, dem Dorfladen und der Kultur im Dorf. Genau hier setzt BULE an: Innovative Vorhaben und Initiativen in der ländlichen Entwicklung erproben und fördern, um deren Erkenntnisse bundesweit zu nutzen. Die Union steht für moderne und zukunftsfähige ländliche Regionen, die gleichzeitig Bewährtes pflegen und erhalten.“
Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung
Die Fördermittel können von Vertretern aus dem ländlichen Raum beantragt werden. Antragsberechtigt sind je nach Förderzweck Landkreise, Kommunen, Verbände, Vereine, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen. Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung ist mit der Umsetzung des Bundesprogramms beauftragt.
Weitere Informationen BLE online oder telefonisch unter 0228 6845-3216.
Büro Cajus Caesar MdB

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