Waldschutz

Kostenübernahme der Labor Untersuchung auf ASP in Sachsen bei Hausschweinen

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Um die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auch über die ASP-Sperrzone II hinaus einzudämmen, übernimmt jetzt das sächsische Sozialministerium die Kosten für die notwendigen Labor Untersuchungen von Hausschweinen. Die Kostenübernahme gilbt ab dem 1. September.

Diese Untersuchung ist notwendig, damit Hausschweine zur Schlachtung oder zum Weiterverkauf aus der Sperrzone II entnommen werden können. Die Labor Untersuchungen werden von der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) Sachsen durchgeführt. Damit soll garantiert werden, dass nach Vorliegen der negativen Testergebnisse nur erregerfreie Tiere die Zone verlassen und somit das Virus nicht aus dieser herausgetragen wird.

Testungen zwingend notwendig

Die Sperrzone II erstreckt sich über Teile des Landkreises Görlitz und Bautzen. In diesem Gebiet befinden sich derzeit zehn schweinehaltende Betriebe, die Hausschweine nach außerhalb verbringen wollen und somit diese Testungen zwingend benötigen. Ca. 320 Proben pro Woch erwartet. Bis zum Jahresende werden es 6.400 Proben sein. Die Kosten dafür werden mit 45.000 € kalkuliert.

Probe von jedem erlegten Schwarzwild

Jagdausübungsberechtigte in den Landkreisen Görlitz und Bautzen müssen von jedem erlegten Schwarzwild eine Probe entnehmen und der LUA zur Analyse zuleiten. Gleiches gilt für tot aufgefundene Wildschweine im gesamten Freistaat. Damit soll ein mögliches Auftreten der Tierseuche auch außerhalb der aktuellen Sperrzonen festgestellt werden.

Zukünftig Futtermittel-Kennzeichnung

Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest müssen künftig Futtermittel, die in der Sperrzone II gewonnen werden und möglicherweise infiziert sein könnten, besonders gekennzeichnet werden. Damit soll verhindert werden, dass diese Futtermittel ohne besondere Behandlung an Hausschweine verfüttert werden. Dies gilt besonders für Gras, aber auch für Heu, Stroh und Getreide, wenn tote Wildschweinkörper in das geerntete Futter gelangen oder Ausscheidungen von infizierten Tieren die Feldfrüchte noch vor der Ernte kontaminieren

ASP-Virus ist widerstandsfähig

Das ASP-Virus ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig, es kann auch während des Verwesungsprozesses der Kadaver mehrere Wochen bis Monate infektiös bleiben und durch das als Futtermittel verwendete Erntegut auf Hausschweine übertragen werden. Durch Erhitzung und Trocknung kann das Virus im vorgenannten Erntegut sicher abgetötet werden.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium