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Für eine Saat auf kleiner Waldfläche bietet sich die sog. Plätzesaat an. Die „Pätze“ haben eine Größe von einem Quadratmeter. Für die Buche ist es besser, wenn sie im Frühjahr gesät wird.

Neue KWF-Broschüre: Bestandesbegründung durch Saat

Durch Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit sind in vielen Wäldern Freiflächen entstanden. Sie zu bewalden ist für alle Forstbetriebe eine enorme Herausforderung. Neben Pflanzung und Naturverjüngung ist die Saat eine Methode der Wiederbewaldung. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) hat für dieses aktuelle Thema das neue Merkblatt „Bestandesbegründung durch Saat“ herausgegeben.

Um klimastabile Wälder zu bekommen, ist die Saat, als Form der Wiederbewaltung eine beliebte Methode. Dazu gibt es neue Verfahren und auch die Erntemöglichkeiten sind vielversprechend und lohnend. Zu allen Baumarten, die für eine Saat in Frage kommen, liefert es umfangreich Fakten über gängige Saatverfahren, Technik, Zeitaufwand, Kosten sowie zahlreiche Hintergrundinformationen. Waldbesitzende, Forstleute, die Unternehmerschaft und alle am Wald Interessierten erhalten mit dem neuen Merkblatt ein aktuelles und umfassendes Praxis-Handbuch zum Thema Saat.

Saat hatte ihre Bedeutung fast verloren

Ökologisch gesehen unterscheiden sich Naturverjüngung und Saat nur durch die menschliche Hilfe. Für einen Baumartenwechsel oder das Erhöhen der Baumartenvielfalt als Anpassungsstrategie im Klimawandel muss künstlich nachgeholfen werden. Lange Zeit galt die Saat von Baumarten als häufigstes waldbauliches Kunstverjüngungsverfahren. Bis zum zweiten Weltkrieg hatte die Saat allerdings ihre Bedeutung gegenüber der Pflanzung fast ganz verloren. Ein Rückbesinnen auf die Saat gab es u. a. durch die Entwicklung neuer Saatverfahren zum langfristigen Umbau von Nadelholz-Reinbeständen in Mischbestände und einige negative Ergebnisse von Wurzeluntersuchungen in Pflanzbeständen. Auch der früher immer wieder herausgestellte Aspekt des knappen, teuren Saatgutes hat in den letzten Jahren an Bedeutung verloren.

Die richtige Herkunftswahl ist Voraussetzung

Wichtig und hilfreich ist die große Anzahl zugelassener Bestände, die regional immer wieder lohnende Erntemöglichkeiten bieten. Besonders im Zuge des Klimawandels kommt es nicht nur auf die Wahl der richtigen Baumart an. Wesentliche Voraussetzung für das künstliche Begründen gesunder, betriebssicherer und leistungsfähiger Wälder ist die richtige Herkunft des Saatgutes. Eine falsche Herkunftswahl kann sich langfristig negativ auf Wuchsleistung, Holzqualität und Anfälligkeit gegenüber Schädlingen auswirken. Die Saat stellt hohe Ansprüche an die Planung, Durchführung sowie Qualitätssicherung.

KWF-Merkblatt mit Praxistipps

Das neue Merkblatt wurde vom KWF-Arbeitsausschuss „Waldbau & Forsttechnik“ erarbeitet. Es liefert einerseits einen allgemeinen Überblick auf die Thematik „Bestandesbegründung durch Saat“, andererseits aber auch konkrete artspezifische Anwendungshinweise zur Durchführung der Freilandsaat. Erfahrungen aus durchgeführten Saaten werden zusammengefasst und sollen dazu beitragen, den Erfolg zukünftiger Saaten unter Schirm und auf der Freifläche zu steigern.

Das neue Merkblatt von KWF geht um das Thema "Bestandesbegründung durch Saat".
Das neue Merkblatt von KWF geht um das Thema "Bestandesbegründung durch Saat". Foto. KWF

Das KWF-Merkblatt Nr. 24 „Bestandesbegründung durch Saat“ umfasst 60 Seiten und kostet 8,50 Euro (4,25 Euro für KWF-Mitglieder). Es und kann ab sofort per Mail (katja.buechler@kwf-online.de) oder unter www.kwf-online.de bestellt werden.

Quelle: KWF

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