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KWF-Thementage 2019 erfolgreich beendet

Die KWF-Thementage 2019 boten zwei Tage lang Lösungen zum Waldwegemanagement in Zeiten des Klimawandels. Am 27. Juni gingen im hessischen Richberg die fünften Thementage des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) zu Ende. Am 26. und 27. Juni informierten sich gut 1.200 Fachbesucher über Waldwegebau und Walderschließung.

Entlang eines drei Kilometer langen Geländeparcours demonstrierten Partner aus dem gesamten Bundesgebiet an 16 Stationen Technik und Arbeitsverfahren, die sich in der Praxis bewährt haben. Sechs Fachforen und 38 ausgewählte Firmenpräsentationen rundeten das Programm ab. „Mit der Wahl des Schwerpunktthemas haben wir offensichtlich erneut ins Schwarze getroffen. Der Wegebau wurde in den letzten 20 Jahren in der Praxis vernachlässigt und ist heute aufgrund der geänderten Bedingungen – Klima, Nutzung usw. aktuell wie nie“, so der Vorsitzende des KWF, Robert Morigl.

Er zeigte sich begeistert von der Resonanz der Partner, Firmen und Besucher: „Die Vorführer haben mir vom großen Informationsbedarf der Besucher berichtet. Fachkundige Besucher kamen mit konkreten Anliegen und gezielte Fragen.“ Das einzigartige Format der KWF-Thementage habe sich erneut bewährt: „Es bietet uns die Möglichkeit, ein aktuelles Thema in seiner gesamten Breite aufzubereiten“, so Morigl. Der hohe Anteil an jungen Besuchern und Studierenden stimmte ihn zuversichtlich: „Das dringend erforderliche Expertenwissen kommt so in den nächsten Jahren wieder vermehrt in die Betriebe und auf die Fläche.“

Beide Veranstaltungstage waren – trotz der hochsommerlichen Temperaturen – gut besucht. Beschäftigte aus allen Bundesländern und dem benachbarten Ausland nutzten die Veranstaltung zur Fortbildung und für den Erfahrungsaustausch. Auch Unternehmer und interessierte Waldbesitzer machten sich auf den Weg nach Mittelhessen.

Die Praxisdemonstrationen waren thematisch nach den vier Schwerpunktbereiche: „Feinerschließung“, „Wegepflege, Wegeunterhaltung, Wegeinstandsetzung“, „Wegeneubau, Wegeausbau“ und „Rettung im Wald“ gegliedert. 14 Verfahren fanden unter realen Bedingungen im Wald statt. Sie wurden entlang eines gut drei Kilometer langen Rundkurses angeordnet. Die anderen beiden Demonstrationen wurden in einer Zelthalle vorgeführt.

Gut besuchte Vortragsveranstaltungen

Die sechs Vortragsveranstaltungen waren ausnahmslos sehr gut frequentiert. In den Vorträgen und Diskussionen, die an beiden Tagen stattfanden, ging es um Waldwegebau in Zeiten des sich wandelnden Klimas, betriebliche Strategien, rechtliche Aspekte, Bauten sowie die richtige Wahl der Wegebaumaterialien und die Kosten. In der Zukunftswerkstatt am Donnerstag wurde über neue Entwicklungen im Bereich Wegebau, und -unterhaltung in der Forstwirtschaft informiert. Dazu gehörten auch Erkenntnisse aus Forschungs- und Anwendungsprojekten, neue Entwicklungen und Trends wie zum Thema „Waldwege 4.0“.

Thema Wegebau wird weiter verfolgt

Die Geschäftsführende Direktorin des KWF, Prof. Dr. Ute Seeling, kündigte an, dass das KWF die Thematik weiter verfolgen werde: „Der KWF-Fachausschuss „Walderschließung“ wird nach der erfolgreichen Veranstaltung darüber beraten, wie die in der Praxis offenkundigen Wissenslücken beim Thema Waldwegemanagement geschlossen werden können. Es wurde gefordert, einen Handlungsleitfaden zur Wegeerhaltung und -instandsetzung als Leitlinie für Praktiker zu erstellen. Darin soll Wissen für Praktiker zusammengestellt werden, wie das Wegenetz unter den veränderten Anforderungen des Klimawandels erhalten und gesichert werden kann.“

Die nächsten KWF-Thementage finden 2021 statt. Das Fokusthema, sowie Ort und Zeitpunkt werden in der zweiten Jahreshälfte 2019 bekannt gegeben. „Ich verspreche auch für die sechste Auflage ein aktuelles Thema, das die Branche bewegt“, so Morigl abschließend.

KWF

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