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Im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) finden die 2. KWF-Thementage statt. In der Umgebung gibt es zahlreiche nasse Waldstandorte.

KWF-Thementage 2013: Moderne Technik für das Bewirtschaften nasser Waldstandorte

Bei den 2. KWF-Thementagen am 1. und 2. Oktober 2013 in Stralsund/Rügen zeigt das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) in Kooperation mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern moderne Forsttechnik für den Einsatz auf nassen Waldstandorten. Neutrale Experten stellen 13 Arbeitsverfahren unter realen Bedingungen im Praxisbetrieb dar. Dabei wird zum ersten Mal überhaupt die innovative Maschinenneuheit „Portalharvester“ vorgestellt. Fachleute informieren an jedem Punkt über Einsatzbedingungen und Kosten. Die 13 Exkursionsbilder werden in einer Schleife im Gelände präsentiert. Sie zieht sich durch zwei unterschiedliche Waldbereiche. So können sowohl Arbeitsverfahren für mineralische als auch für organische Nassstandorte unter realen Einsatzbedingungen demonstriert werden.

 
Auf den nassen Standorten organischen Ursprungs werden verschiedene Möglichkeiten des seilkrangestützten Bringens demonstriert. Zum ersten Mal ist der Prototyp eines Portalharvesters im Einsatz zu sehen. Der Oberwagen der Maschine bewegt sich auf einer 10 m langen Überfahrtsbrücke, die auf zwei dreibeinigen Standbasen ruht. Mit seinem 10 m-Harvesterkran kann er so ein Feld von 500 m² bearbeiten.
 
Auf den nassen Waldböden mineralischen Ursprungs kommen boden-gebundene Maschinensysteme zum Einsatz – z. B. das Abtshagener Laubholzernteverfahren mit Pferd, Harvarder oder Forwarder mit speziellen Bändern. Am Exkursionspunkt „Seilunterstützes Fällen von Gefahrbäumen“ werden drei Alternativen zum „Keilen“ vorgestellt. Dieses ist bei vielen Bäumen auf diesen Standorten aus Sicherheitsgründen (wegen Trockenästen und Totholz) nicht zu verantworten. Neben dem hydraulischen Fällkeil kommen hier die Königsbronner Anschlagtechnik und die Darmstädter Seilzugtechnik zum Einsatz.

Diese Arbeitsverfahren werden bei den 2. KWF-Thementagen präsentiert:

  • Seilunterstütztes Fällen von Gefahrbäumen
  • Management von Eschen-Kalamitätsbestände
  • Standortsangepasstheit von Holzernteverfahren
  • Waldbau: Bewirtschaftung Roterle
  • Naturschutz in Nasswäldern
  • Vollmechanisierte Holzernte mit Harvarder
  • Motormanuelles Zufällen, mechanisiertes Fällen/Aufarbeiten mit Harvester; Rücken mit Forwarder
  • Abtshagener Laubholzernteverfahren mit Pferd
  • Vollmechanisierte Holzernte mit Raupenharvester, Rücken mit leichtem Forwarder Terri
  • Mittelstrecken-Seilkran, motormanuelles Fällen, Seilkranbringung, Aufarbeiten mit Harvester, Endrücken mit Forwarder
  • Selbstabstützender Seilkran Yarder, Aufarbeiten mit Harvester, Endrücken mit Forwarder
  • Langstrecken-Seilkran mit Kran und Prozessor auf Lkw-Trägerfahrzeug
  • Vollmechanisiertes Fällen/Aufarbeiten mit Portalharvester, Rücken mit Seilkran

Der Besuch der Exkursionsschleife ist an beiden Tagen – ohne Aufpreis – möglich. Außerdem ist der informative Tagungsführer im Eintrittspreis enthalten. Er dokumentiert ausführlich die einzelnen Arbeitsverfahren und gibt Auskunft über Leistung, Kosten der Maschinen, Ergonomie, Arbeitssicherheit und Umweltverträglichkeit.

 
 
Der Kauf von Eintrittskarten zu Vorverkaufskonditionen ist unter www.kwf-thementage.de/eintrittskarten möglich.
 

Seilkrananlage zur bodenschonenden Holzernte auf nassen Waldstandorten. KWF Im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) finden die 2. KWF-Thementage statt. In der Umgebung gibt es zahlreiche nasse Waldstandorte. Foto: KWF Neben exemplarischen Arbeitsverfahren die im Rahmen der Exkursion neutral präsentiert werden   Der bodenschonende Forwarder Terri im Einsatz. KWF

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