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Die Teilnehmer des ersten iWald-Projekttreffens trafen sich am Am 14. Februar in Groß-Umstadt

Neue App zur Waldbewirtschaftung

Am 14. Februar fand beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) in Groß-Umstadt das erste Treffen zum neuen Forschungsprojekt „iWald“ statt. Das neue digitale Werkzeug soll Waldbesitzern Hilfestellung für die Bewirtschaftung des Waldes bieten.

Vorgesehen ist, dass Waldbesitzer und forstliche Laien mit der „iWald-App“ Wachstumsprozesse ihrer Wälder auf dem Smartphone simulieren können. Die neue App soll für alle Anwender frei verfügbar und in der Komplexität so reduziert sein, dass sie auch forstliche Laien bedienen können.

So wird forstliches Handeln erfahrbar

Ob Privat-, Staats- oder Kommunalwald, jeden Waldbewirtschafter beschäftigen die Fragen danach, wie der bewirtschaftete Wald in der Zukunft aussieht, wie sich das waldbauliche Handeln auswirkt und welche Risiken dieses Vorgehen birgt. „Mit der App „iWald“ kann z.B. der Förster verschiedene Handlungsalternativen visualisieren oder forstliches Handeln für forstlichen Laien erfahrbar zu machen“, gibt Prof. Dr. Hubert Röder von der Hochschule Weihenstephan Triesdorf und Projektkoordinator von „iWald“ einen Ausblick auf die Nutzungsmöglichkeiten der Anwendung. Außerdem könnten sich Waldbesitzer am mobilen Endgerät spielerisch mit dem Wald befassen und verschiedene Szenarien ausprobieren, bevor sie direkte Beratung suchen. Röder rechnet damit, dass „bislang inaktive Waldbesitzer aktiviert werden und die Akzeptanz für forstliche Eingriffe erhöht wird“.

Praxispartner des Projektes

Um „iWald“ praxisnah und anwenderfreundlich zu gestalten, sind die Länder Rheinland-Pfalz, Bayern und Nordrhein-Westfalen Praxispartner des Projektes. „Wir pflegen schon in der Entwicklungsphase einen engen Kontakt zu den Praxispartnern. So garantieren wir einen einfachen Einstig in die App und stellen eine breite Anwendung sicher“, beschrieb die Direktorin des KWF, Prof. Dr. Ute Seeling, den Entwicklungsprozess.

Das KWF übernimmt den Wissenstransfer im Projekt und bietet Plattformen – z.B. den „Informationsdienst Privatwald“ – für die Verbreitung der App in der Praxis. Der Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TU München unter der Leitung von Professor Dr. Hans Pretzsch bringt als Projektpartner die entsprechende Expertise im Bereich der Waldwachstumssimulation mit. Die technische Umsetzung wird vom Institut für Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) der RWTH Aachen – unter der Federführung von Professor Dr. Jürgen Roßmann gewährleistet. „iWald“ wird von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) finanziert und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Ende des Projektes wird im November 2021 sein.

KWF

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