Waldweg mit Totholz und Waldbesuchern
Der Beruf einer Försterin oder eines Försters beinhaltet vielfältige Aufgaben. U. a. sind auch die Verkehrssicherheit und der Austausch mit Waldbesucherinnen und Waldbesuchern wichtige Faktoren.
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Kurz erklärt: Die Arbeit einer Försterin

08. Januar 2023
Ende Dezember haben die Landesforsten Rheinland-Pfalz ein neues Video über ihren YouTube-Kanal veröffentlicht. Darin stellen Sie die Aufgaben einer Försterin vor und erläutern, was die Forstwirtschaft in Deutschland leistet.

„Freiflächen wiederbewalden, Bäume markieren, Naturschutz betreiben“, heißt es in der Unterschrift der kurzen Naturdokumentation. So beschreibt auch Försterin Lea von den Landesforsten Rheinland-Pfalz ihre Aufgaben.

Vielfältige Aufgaben einer Försterin

Das Video zeigt, wie Försterinnen und Förster neben der Wiederbewaldung durch Pflanzungen auch auf den Freiflächen untersuchen, welche Potenziale bereits durch den angrenzenden Wald vorhanden sind. Für den Mischwald von Morgen ist es wichtig, dass möglichst vielfältige Baumarten auf den Flächen aufwachsen. Dazu gehört auch die Eiche. „Die Eiche ist eine Baumart, auf die wir im Klimawandel sehr große Hoffnungen setzen, weil sie mit Wärme und Trockenheit zurechtkommt“, erzählt die Försterin im Video. Junge Eichen aus der Naturverjüngung behalte sie immer im Blick, damit sie Teil des Waldes der Zukunft werden können.

Die Waldschäden durch den Borkenkäferbefall sowie andere Schäden an Baumarten durch den Klimawandel bewegen Försterinnen und Förster deutschlandweit derzeit wohl am meisten. Das Video stellt aber auch andere Aufgabenbereiche im Wald vor. Neben der Holzernte gehören dazu beispielsweise der Wegebau und die Verkehrssicherung.

Waldbewirtschaftung als Investition in die Natur

Ein Arbeitstag im Wald ist also vielfältig. Der Kern der Arbeit ist es aber, den Wald zu bewirtschaften und dabei gesund zu halten. Die Försterin beschreibt: „An meiner Arbeit finde ich schön, dass ich sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch arbeiten darf. Ich ernte einen Rohstoff, den ich verkaufe, betreibe aber auch Naturschutz auf der Fläche.“ Wenn sie im Wald unterwegs ist, bestimmt Lea auch Einzelbäume oder Gruppen, die im Wald alt und später zu Totholz werden dürfen, also nicht entnommen werden. Das ist beispielsweise für die Artenvielfalt im Wald wichtig. Das Geld aus den Holzverkäufen der geernteten Bäume könne wiederum in den Wald investiert werden, um das Ökosystem im Klimawandel möglichst vielfältig und gesund zu erhalten, erklärt die Försterin.

Miteinander im Wald stärken

Der Försterin ist auch die Akzeptanz ihrer Arbeit wichtig. „Ich würde mir wünschen, dass wir stärker die Dinge im Wald sehen, die uns verbinden, als die, die uns trennen.“ Damit weist sie darauf hin, dass Forstleute und Waldbesucherinnen und Waldbesucher ein gemeinsames Interesse am Wald haben.

Mit Material der Landesforsten Rheinland-Pfalz
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