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Logo für den Verband ?Forum Natur Brandenburg?. Quelle: Forum Natur Brandenburg

Kritik am Wolfsmanagementplan in Brandenburg

Am 16. August legten die im Forum Natur Brandenburg organisierten Verbände den „Acht-Punkte-Plan“ für ein aktives Bestands- und Konfliktmanagement – Zukunft für Mensch, Wolf und Weidetier vor.

„Wir waren das erste deutsche Bundesland mit einem eigenen Wolfsmanagementplan. Und selbst der zweite Managementplan, trotz eines Kapitels ungelöster Probleme, war wenigstens noch ein Managementplan. Nun wird eine lose Blattsammlung bereits bestehender Verordnungen und Informationen als Grundlage für die Evaluierung zusammengeheftet: ziellos, visionslos, kraftlos“, fasste Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes und Vorstand im Forum Natur, den Eindruck der Verbände zusammen. Wendorff: „Das zukünftige Wolfsmanagement muss langfristig auch auf ein aktives Bestands- und Konfliktmanagement ausgerichtet sein!“

Ziele und Forderungen

In einem „Acht-Punkte-Plan“ haben die Verbände nunmehr eine Reihe von Zielen und Forderungen für ein zukünftiges Wolfs- und Konfliktmanagement zusammengefasst, die sie als Voraussetzung für die Gespräche im September verstehen. Für die Verbände ist unmissverständlich klar, dass es auf Basis des Papiers des Umweltministeriums keine erfolgreiche Verhandlung des brandenburgischen Managementplans geben kann.

Darüber hinaus zeigen sich die Verbände im Forum Natur zutiefst empört von den in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Rissprotokollen zweier Wolfsübergriffe in der Prignitz. Am 29. und am 30. Juli 2018 hatten mehrere Wölfe die nach Brandenburger Wolfsverordnung aufgestellte Schutzvorrichtung mehrfach überwunden und dabei trotz zertifizierter Herdenschutzhunde drei Schafe gerissen. Auch der Rissgutachter geht zweifelsfrei von Wolfsübergriffen aus, unterstellt dem betroffenen Schäfer jedoch in seinem Protokoll, dass er die toten Schafe möglicherweise nachträglich in die wolfsgesicherte Umfriedung verbracht haben könnte.

„Ich stelle mich in aller Entschiedenheit vor unsere Weidetierhalter“, erklärte Wendorff. Die Verbände im ländlichen Raum werden es nicht akzeptieren, „wenn Wolfsbotschafter großer Naturschutzorganisationen in Personalunion als Gutachter des Landes auftreten und mit plumpen Unterstellungen versuchen, unsere Tierhalter zu diskreditieren“. „Wenn man NABU-Wolfsbotschafter zu Rissgutachtern macht, kann man den Dackel auch zum Sicherheitsbeauftragen für die Pausenbrote unserer Kinder ernennen“, stellte Wendorff klar. Dieser Widerspruch ist eine Provokation und erfordert ein unverzügliches Eingreifen der Verantwortlichen. Es muss sofort sichergestellt werden, dass die Rissbegutachtung unvoreingenommen stattfindet und staatlich bestellte Rissgutachter einen hinreichenden Sachkundenachweis vorweisen können.

Der 8-Punkte-Plan im Einzelnen

Forum Natur Brandenburg

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