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Kranzniederlegung zum 300. Todestag von Hans Carl v. Carlowitz

Kranzniederlegung zum 300. Todestag von Hans Carl v. Carlowitz

Anlässlich des 300. Todestages von Hans Carl von Carlowitz ehrte die deutsche Forstwirtschaft den sächsischen Oberberghauptmann am 3. März 2014 auf Burg Rabenstein bei Chemnitz.
Carlowitz beschrieb vor über 300 Jahren das Prinzip des „nachhaltenden“ Umgangs mit Ressourcen am Beispiel der Wälder. Anlass war der Zustand der Wälder, die durch den rücksichtslosen Raubbau durch den Bergbau in einem desaströsen Zustand waren. Er beschrieb seine Idee der „nachhaltenden Nutzung“ in der „Sylvicultura oeconomica„, dem ersten grundlegenden Lehrbuch der deutschen Forstwissenschaft, das 1713 auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.
  
Sein Werk mit dem Untertitel „Hauswirthliche Nachricht und Naturgemäße Anweisung zur Wilden Baumzucht“ veränderte zunächst die deutsche und später auch die internationale Forstwirtschaft.
Die Ideen des Sachsens für einen „schonenden Umgang mit der gütigen Natur aus Verantwortung für künftige Generationen“ haben sich zu dem Prinzip der Nachhaltigkeit entwickelt, das heute als zukunftsfähiges gesellschaftliches Leitbild weltweit Beachtung findet. Dem zu Ehren würdigten der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) Georg Schirmbeck und Fanny Paschold als Vertreter der deutschen Forstwirtschaft den Begründer des Nachhaltigkeitsgedanken durch die Niederlegung eines forstlichen Kranzes am Carlowitz-Denkmal.
DFWR

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