Holzernte

Vergleichstest: Kräftige Knirpse

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Mit dem Siegeszug der Akku-Fällkeile in der professionellen Waldarbeit sind zwischenzeitlich auch diverse Abwandlungen auf dem Markt. Neben den ferngesteuerten Varianten für die besonders kniffligen Fälle gibt es kleinere Ausführungen, die sich bei der täglichen Arbeit bewähren sollen. Wir vergleichen den TR 24 von Forstreich mit dem ValFix von BaStIng.

Gerade das Beifällen von Käferholz braucht nicht die Hubkraft der großen Schraubkeile. Auf der anderen Seite „ziehen“ die Kronen dürrer Bäume schlecht. Für solche Fälle haben die beiden bekanntesten Hersteller von Akkukeilen jeweils ein kleines Modell auf den Markt gebracht. Der Forstreich TR 24 und der BaStIng ValFix wiegen mit dem Akkuschrauber zusammen nur rund die Hälfte ihres jeweiligen großen Bruders und sind aber trotzdem mit Hubkräften von 12 bzw. 15 t angegeben.

Mit Schlagschrauber kommen die beiden Kontrahenten jweils auf rund 4 kg Einsatzgewicht. Diese Kombi haben unsere Tester vielfach standardmäßig am Mann. Der Forstreich TR 24 ist ein wenig schwerer, erscheint aber insgesamt massiver gebaut. Vermutlich deswegen trauen die Nutzer ihm auch mehr zu als dem ValFix. Dessen Spindel wirkt sehr filigran.

Keilwinkel und Spindelsteigung

Der kleine BaStIng ValFix hat einen längeren und flacheren Keil und auch das feinere Gewinde. Doch der Schein trügt: Um die ganze Länge des Keils auch ausschieben zu können, hat er eine sogenannte teilintegrierte Spindel. Das heißt, die Hälfte des Gewindes liegt im Innenkeil, die andere Hälfte steht hinten über. Aus der Doppelspindel ergibt sich aber auch ein sehr schneller Vorschub, weil bei jeder Rotation sich sowohl das Gewinde im Keil als auch das im Gehäuse einen Gang weiterdreht. So kompensiert der Keil aus dem Schwarzwald seinen steileren Keilwinkel zum großen Teil. Mit 4 cm Hubhöhe schlägt er seinen oberbayerischen Gegner, der nur bis 3,5 cm kommt. So mussten wir den ValFix öfter nachsetzen als den TR 24.

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Der vollständige Test ist erschienen in Forst&Technik Ausgabe 3/2021

Heinrich Höllerl