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Wissenschaftsministerin von Schorlemer steuert  unterstützt von einem Mitarbeiter der Fachrichtung Forstwissenschaften  den Octocopter Foto: SMUL/Falk Hofer

Kooperation zugunsten der sächsischen Wälder

Bei einem Besuch haben sich am 21. Mai 2013 die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, und Forstminister Frank Kupfer von der Vielfalt und Leistungsfähigkeit der universitären Lehre und Forschung an der Fachrichtung Forstwissenschaften der TU Dresden sowie der praxisorientierten forstlichen Ressortforschung des Staatsbetriebes Sachsenforst überzeugt.

Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer erklärte: „Wissenschaft und Umwelt bilden hier in Tharandt eine exzellente Forschungssymbiose. Fragen der Nachhaltigkeit und des Ressourcenverbrauchs sind wichtige Zukunftsthemen, die hier untersucht werden. Innerhalb der Exzellenzuniversität TU Dresden nimmt die Fakultät Umweltwissenschaften eine zentrale Position ein, schließlich bündelt sie wichtige Themen der Forschungsprofillinie Energie und Umwelt.“

Forstminister Frank Kupfer sagte: „Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir im Freistaat Sachsen ein Netzwerk an forstlichen Institutionen haben, welches maßgeblich durch die Fachrichtung Forstwissenschaften der TU Dresden sowie das Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft des Sachsenforstes bestimmt wird.“ Globale wie regionale Umweltveränderungen und Stoffeinträge in die Waldökosysteme stünden steigenden Ansprüchen an den Wald bezüglich Holzbedarf und Stetigkeit der Waldfunktionen gegenüber. „Die sich rasant ändernden Rahmenbedingungen lassen den Forstbetrieben nur wenig Zeit für Anpassungsmaßnahmen. Deshalb müssen geeignete Konzepte zur Gestaltung der Wälder von morgen in Zusammenarbeit von universitärer und praxisorientierter Forschung erarbeitet werden.“ Dafür sei eine gute Vernetzung von TU Dresden und Sachsenforst notwendig.
 
Vereinbarung

TU Dresden und Sachsenforst unterzeichneten eine Vereinbarung, die die Zusammenarbeit bei Forschung und Lehre zum Nutzen für den Wald, die forstwissenschaftliche universitäre Ausbildung, sowie für die Forstwirtschaft und die Waldbesitzer im Freistaat Sachsen regelt. Die Vereinbarung bildet die Basis dafür, dass Sachsenforst der TU Dresden einen 285 ha umfassenden Lehr- und Versuchswald im Tharandter Wald zur Verfügung stellt, das bestehende Netz an wissenschaftlichen Versuchsflächen im Landeswald fortgeführt und weiterentwickelt wird, studentische Lehrveranstaltungen im Landeswald unterstützt und gemeinsame Forschungsprojekte durchgeführt werden.

Einmalige Vernetzung in Tharandt
 
Die traditionsreichen Forstwissenschaften in Tharandt zielen in Forschung und Lehre auf die Erhaltung, umweltgerechte Bewirtschaftung und nachhaltige Entwicklung von Waldökosystemen ab. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sichert auch künftigen Generationen den Zugriff auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. In Tharandt werden unter anderem im Bereich der Materialforschung Konzepte entwickelt, die über die konventionellen Formen der Holznutzung hinausgehen.
 
Die Forstwissenschaften gehören zur Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden und verfügen auch auf Grund ihrer fachlichen Vernetzung zu Partnereinrichtungen und benachbarten Fakultäten über eine Profilierung, die in Mitteleuropa einzigartig ist. Zudem gibt es zahlreiche internationale Kooperationen und Vernetzungen zur Bearbeitung von lokal bis global drängenden Forschungsfragen. Dabei handelt es sich um Forschungseinrichtungen sowohl aus dem tropischen und subtropischen als auch dem osteuropäischen und asiatischen Raum.
 
Praxispartner Sachsenforst

Sachsenforst ist im Freistaat Sachsen zuständig für die Bewirtschaftung des Landeswaldes, die Beratung und Betreuung privater und körperschaftlicher Waldbesitzer, die Durchführung praxisbezogener Versuchs- und Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der Forstwirtschaft sowie für Verwaltung und Naturraummanagement in den Großschutzgebieten Nationalpark Sächsische Schweiz, Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und Sachsens größten Naturschutzgebieten Königsbrücker Heide sowie Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain. Zudem erfüllt Sachsenforst die Aufgaben einer oberen Forstbehörde und einer oberen Jagdbehörde.

SMUL
Wissenschaftsministerin von Schorlemer steuert  unterstützt von einem Mitarbeiter der Fachrichtung Forstwissenschaften  den Octocopter Foto: SMUL/Falk Hofer Forstminister Kupfer und Wissenschaftsministerin von Schorlemer pflanzen auf dem Campus in Tharandt zwei Wildapfel

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