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Das ifo Institut ist eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Europa. Es kooperiert u.a. mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Das ifo Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Konjunkturforscher heben Prognose leicht an

Die führenden Konjunkturforscher Deutschlands haben ihre Vorhersage für 2018 und 2019 leicht angehoben. Sie erwarten für das laufende Jahr nun 2,2 % Wirtschaftswachstum und für das kommende Jahr 2,0 %.

Im Herbst 2017 hatten sie nur mit 2,0 und 1,8 % gerechnet, wie aus der halbjährlichen Gemeinschaftsdiagnose (Frühjahrsgutachten) hervorgeht, die am 19. April in Berlin veröffentlicht wurde. „Der Boom, in dem sich die deutsche Wirtschaft befindet, hält an. Allerdings wird die Luft dünner, da die noch verfügbaren gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten knapper werden“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturforschung und -prognosen des federführenden ifo Instituts.

Mit Blick auf die Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung ergänzt er: „Gerade wenn Kassen voll sind, sollte die Finanzpolitik die Konsequenzen für die gesamt.wirtschaftliche Stabilität und die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen im Blick haben. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Leistungsausweitungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung laufen dem Nachhaltigkeitsgedanken zuwider.“

Baukonjunktur

Alles in allem rechnen die Institute mit einer weiterhin regen Baukonjunktur. Für dieses Jahr wird von einer Expansion um 2,1 % ausgegangen. Im Jahr 2019 dürften die Bauinvestitionen dann um 2,9 % steigen.

Der Auftrieb der Baupreise  dürfte sich im Verlauf des Prognosezeitraums spürbar verstärken. Für den Deflator der Bauinvestitionen rechnen die Institute für das laufende Jahr mit einem Anstieg um 3,9 % sowie 3,7 % für das kommende Jahr. Ein noch stärkerer Anstieg wurde zuletzt im Jahr 2007 verzeichnet.

 

Die Gemeinschaftsdiagnose wird zweimal im Jahr im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt. Am Frühjahrsgutachten 2018 haben mitgewirkt: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung; ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. in Kooperation mit der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich; Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW); Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH); RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien

Red./Quelle: ifo Institut

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