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Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt

Kongress der Säge- und Holzindustrie 2013

Zum 8. Internationalen Kongress der Säge- und Holzindustrie hatte der Bundesverband Deutsche Säge- und Holzindustrie (DSH) vom 20. bis 22. Februar nach Kassel eingeladen. Der erste Veranstaltungstag bot eine Waldexkursion ins südliche Niedersachsen unter Leitung von Prof. Dr. Hermann Spellmann von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Kongresshöhepunkt für die etwa 300 Tagungsteilnehmer der Sägewerks- und Holzbranche waren unbestritten die Expertenvorträge am zweiten Tag, die unter dem übergreifenden Motto „Auswege in die Zukunft“ standen.
Die aktuellen Probleme der Branche würden sich, das machte der Präsident des DSH Steffen Rathke einleitend deutlich, nicht nur auf der Rohstoffseite lösen lassen, sondern das Engagement müsse sich künftig stärker auch auf die Absatzseite konzentrieren. Es gelte den Stellenwert der Sägeindustrie im Cluster Forst und Holz zu festigen, wobei neben der Rohstoffmobilisierung die Erhöhung der Wertschöpfung an vorderer Stelle steht.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Ursula Heinen-Esser, richtete ein Grußwort an die Tagungsteilnehmer. Schlagzeilen wie „Holz wird knapp“ und die Sägeindustrie als „Opfer der Energiewende“ hält sie für übertrieben bzw. lediglich regional zutreffend. Die Sägeindustrie werde mit zu den Gewinnern der Energiewende zählen, zeigte sich Heinen-Esser überzeugt und ermunterte die Holzindustrie, mit Wünschen und Anregungen auf das BMU zuzukommen.
Auch aus der Sicht von Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins, sind die Aussichten für die Branche „hervorragend“. Über die Stichworte Rundholzsortierung, Rundholzlogistik, Energiewende und Holzhandels-Sicherungs-Gesetz plädierte er in seinem Grußwort für einen intensiveren partnerschaftlichen Umgang zwischen Forst- und Holzwirtschaft. Die Plattform Forst und Holz biete sich dazu als ausbaufähiges Instrument an.
Die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit unterstrich der Generalsekretär des DSH-Vorstandes, Lars Schmidt. Der DSH wird als neuer Branchenverband die unternehmensübergreifenden Interessen der Säge- und Holzindustrie bündeln und aktiv vertreten.
Zu den Schwerpunkten der Expertenvorträge auf dem diesjährigen Internationalen Sägewerkskongress gehörten die Entwicklung der energetischen Holznutzung, das Thema Rundholzlogistik, das Holzhandels-Sicherungs-Gesetz und der große Bereich Holzbau. Das Kongressumfeld nutzten insgesamt 51 Unternehmen und Fachbetriebe der Säge- und Holzindustrie, Zulieferer und Dienstleister, Verbände und Behörden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Belgien für den Informationsaustausch mit den Tagungsteilnehmern.

fp/Stephan Loboda
Ursula Heinen-Esser richtete ein Grußwort an die Tagungsteilnehmer Der Fachkongress fand am 21. und 22. Februar im Kongress Palais Kassel statt Ein Kurzholzzug und Anhänger der Firma Schuchardt Fahrzeugbau (Kassel) als öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Kongressthema Rundholzlogistik Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt

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