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Kohlenstoffspeicherung im Wald

Der Wald ist ein wichtiger Speicher für das klimarelevante Kohlendioxid. Das nachhaltige Management der Wälder soll daher auf einer klimaangepassten und kohlendioxidspeichernden Wirtschaftsweise basieren. Globale und nationale Abschätzungen der Speicherpotenziale von Wäldern basieren auf Modellen, die mit lokalen Daten überprüft werden können. Eine Studie der Hochschule Rhein-Waal zeigt nun das Speicherpotenzial des Kalbecker Forstes auf.
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes im Studiengang „Sustainable Agriculture“ der Fakultät Life Sciences haben Prof. Dr. Florian Wichern, Professor für Agrarwissenschaften mit einem Schwerpunkt in Bodenkunde und Pflanzenernährung und der Student Martin Kanders eine Untersuchung des Kalbecker Forstes vorgenommen. Unterstützt wurden sie dabei von Rüdiger Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Gebiet der Agrarwissenschaften und Prof. Dr. Dietrich Darr, Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal.
Interessante Erkenntnisse
Auf Basis vorhandener Daten aus den Waldinventuren und Vergleichswerten aus der Literatur konnte der Gesamtkohlendioxidspeicher der Biomasse und des Bodens abgeschätzt und deren Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten simuliert werden. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist der Kalbecker Forst, der nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in großen Teilen wieder aufgeforstet werden musste, noch nicht am Ende seines Wachstums und speichert daher jedes Jahr mehr Kohlendioxid als durch Nutzung entzogen wird. Dabei haben die Nadelbäume ein größeres Speicherpotenzial als Laubbäume. Allerdings sind die Nadelbäume auch anfälliger für die erwarteten Klimaveränderungen.
„Das sind interessante neue Erkenntnisse, die uns einen ersten Einblick in die vielfältigen Ökosystemdienstleistungen unseres Waldes geben und unser Forstmanagement beeinflussen“, erklärt Waldbesitzer Max Freiherr von Elverfeldt-Ulm, der zusammen mit seinem verantwortlichen Mitarbeiter, Forstoberinspektor Wolfgang Siepen, die Studie der Hochschule Rhein-Waal unterstützt hat.
Weitere Untersuchungen zu den Ökosystemdienstleistungen des Kalbecker Forstes sollen folgen.

idw/Hochschule Rhein-Waal

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