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König der Wälder stellt Waldbesitzer vor finanzielle Probleme

König der Wälder stellt Waldbesitzer vor finanzielle Probleme

Anlässlich der Rothirschtage in Häusern und Schluchsee forderte die Forstkammer Baden-Württemberg e.V. eine deutliche Reduzierung der Waldschäden in den Rotwildgebieten. „Viele Waldbesitzer in den Rotwildgebieten sind nicht mehr in der Lage, ihre Wälder ordnungsgemäß zu bewirtschaften“, erklärte Peter Wälde, Vorstandsmitglied der Forstkammer im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 16.10.2010 in Häusern.
Wälde präsentierte zu diesem Thema ein Positionspapier der Forstkammer. Darin wird unter anderem die konsequente Absenkung der Rotwilddichten auf ein waldverträgliches Niveau gefordert. Da Rotwild die Bäume schält, also deren Rinde frisst, führt es zu erheblichen Schäden im Wald. Durch die Verletzungen treten Fäulepilze in das Holz ein. Die Bäume brechen dadurch bei Stürmen leichter ab, das Holz ist oft nur noch als Brennholz verwendbar.  Vor allem, wenn es zu viel Rotwild gibt, nehmen die Schäden überhand. Dies ist nach Ansicht der Forstkammer in den Rotwildgebieten Baden-Württembergs durchweg der Fall.
Das Ausmaß der Schäden stellten die privaten Waldbesitzer der Region am Rande der Podiumsdiskussion anhand geschälter Stammstücke dar. „Auf den finanziellen Folgen bleiben wir in der Regel sitzen, weil es keine praxisnahen Entschädigungsmöglichkeiten gibt“, beklagte Manfred Spitz, Vertreter der Privatwaldbesitzer im Rotwildgebiet Südschwarzwald.
Das primäre Ziel des Rotwildmanagements müsse daher die Schadensreduzierung sein, so Forstkammer-Vorstand Wälde. Hierfür lud er alle Beteiligten zu einem sachlichen Dialog mit den Waldbesitzern ein. „Nur wenn es uns gelingt, die bestehenden Probleme zu lösen, können wir diese faszinierende Wildart auf Dauer in unseren Wäldern halten“, so Wälde.
Das Positionspapier „Rotwildmanagement in Baden-Württemberg“ steht im Internet unter www.foka.de zur Verfügung.
Forstkammer B-W

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