Holzverkauf und Holzpreise

Knappheit bei Vorprodukten könnte Industrie bremsen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Knappheit bei Vorprodukten ist zu einem ernsthaften Problem für die deutsche Industrie geworden. 45 % der vom ifo Institut im April befragten Industriefirmen berichteten von Engpässen.

In einer Umfrage des ifo Instituts melden 45 % der Befragten Engpässe in der Beschaffung. Das ist mit Abstand der höchste Wert seit Januar 1991. Im Januar 2021 waren es 18,1 %, im Oktober 2020 nur 7,5 %. „Dieser neue Flaschenhals könnte die Erholung der Industrie gefährden“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen.

Holz und Möbel mit am stärksten betroffen

Besonders betroffen von Materialknappheit sind Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren mit 71,2 %. Es folgen Autohersteller und ihre Zulieferer mit 64,7 %, Produzenten von elektrischen Ausrüstungen mit 63,3 %, Computerhersteller mit 57,6 %, Möbelhersteller mit 56,9 % sowie Hersteller von Holz-, Flecht- und Korbwaren mit 53,3 %.

Einige Branchen dagegen waren von dem Problem kaum berührt: 9,1 % der Pharmafirmen spürten laut ifo Materialknappheit und nur 1,6 % der Getränkehersteller.

Die Frage nach den Vorprodukten stellt das ifo Institut alle drei Monate. Ende März blockierte das Containerschiff Ever Given tagelang den Sueskanal und damit Importe aus Asien, weil es sich in der Fahrrinne quergestellt hatte. Außerdem sind derzeit beispielsweise Computerchips und Holz knapp.

Quelle: ifo Institut