Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner besuchte den Landkrisenstab in Brandenburg und besichtigte die Zaunbaumaßnahmen im Landkreis Oder-Spree.

Klöckner: Bekämpfung der ASP ist ein Langstreckenlauf!

Afrikanische Schweinepest: Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat am 8. Oktober den Landeskrisenstab in Brandenburg besucht, um sich vor Ort ein Bild von der Tierseuchenbekämpfung zu machen.

Die Bundesministerin besuchte zusammen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zunächst den Landeskrisenstab zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Eisenhüttenstadt, um dort mit der Technischen Einsatzleitung des Krisenstabes zu sprechen. Danach besichtigte sie die Zaunbaumaßnahmen im Landkreis Oder-Spree.

„Schnell und koordiniert handeln!“

Bundesministerin Klöckner: „Die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen, ist ein Langstreckenlauf. Der wird nur erfolgreich sein, wenn wir alle Hand in Hand arbeiten. Wichtig ist mir: Wir müssen schnell und koordiniert handeln. Das fängt an vor Ort, mit einer guten Koordination der Landkreise, geht weiter über eine landesweite Koordination bis zur Zusammenarbeit der Länder. Die Arbeit, die Brandenburg zur Eindämmung der Seuche leistet, ist wichtig für ganz Deutschland und Europa. Eine Weiterverbreitung der ASP gilt es zu verhindern.“

Bei der EU-Kommission, so die Ministerin weiter, habe sie sich zudem dafür eingesetzt, dass ein Expertenteam der EU nach Brandenburg gereist ist, um den betroffenen Behörden Empfehlungen zu geben. So wird aktuell etwa eine weiße Zone um das Kerngebiet eingerichtet. Außerdem hat die Bundesministerin erreicht, dass es für den Zaunbau eine Ko-Finanzierung über die EU geben wird.

Weiterhin betonte Klöckner: „Meine Aufmerksamkeit gilt auch den Landwirtinnen und Landwirten vor Ort. Viele von ihnen haben in den betroffenen Gebieten aktuell nicht die Möglichkeit, zu ernten – in den Maisfeldern könnten sich Wildschweine verstecken, die dann aufgescheucht würden. Deshalb sage ich ganz klar, dass wir diejenigen in den Blick nehmen müssen, die große Schäden haben.“

Inzwischen mehr als 50 bestätigte Fälle in Brandenburg

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat mittlerweile 55 Fälle der ASP bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt (Stand: 9.10.). Hausschweinbestände sind nach wie vor frei von der ASP.

Zuletzt hatte das FLI am Freitag, 9. Oktober, zwei weitere Fälle in Brandenburg bestätigt. Demnach lagen die Fundorte im ersten Kerngebiet – ein Wildschwein wurde im Landkreis Oder-Spree, das andere im Landkreis Spree-Neiße gefunden.

Am 10. September war in Brandenburg ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein bestätigt worden. Es handelte sich dabei um den ersten Nachweis der Krankheit in Deutschland. Schnell folgten weitere Fälle. Die ASP wird sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschwein zu Wildschwein übertragen. Die Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich.

Quelle: BMEL /Red.

Auch interessant

von