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Grüne Stadt

Klimawandel erfordert Intensivierung der Gehölzforschung

Hitze wie im Sommer 2018 wirkt sich negativ auf das Stadtgrün aus. Bei der Begrünung muss auf solche Anzeichen des Klimawandels reagiert werden. Forschungsplattformen wie die ARGE Baumschulforschung werden für den Erhalt unseres Stadtgrüns immer bedeutender. 

Spätestens seit dem Hitzesommer 2003 suchen die Fachleute in Forschungsanstalten nach Arten, die mit dem veränderten Klima zurechtkommen, die heiße, trockene Sommer überstehen, aber auch die für unsere Breitengrade typischen Spätfröste im Frühjahr. Einige bewährten Stadtbäume werden immer anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Deshalb wird nach neuen Baumarten gesucht, die gut mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen. Als Bindeglied und Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis versteht sich die ARGE Baumschulforschung, die 2018 ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Sie fördert den Austausch zwischen Forschung, Beratung und der Baumschulwirtschaft und liefert Impulse für die immer wieder notwendige Anpassung der Betriebe, insbesondere bedingt durch die sich ändernden klimatischen Bedingungen.

Bund und Länder sind in der Pflicht

Dazu der Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), Markus Guhl: „Forschungsplattformen wie die ARGE Baumschulforschung werden für den Erhalt unseres Stadtgrüns immer bedeutender. Wichtig ist, dass die universitäre Forschung in diesem Bereich gefördert wird. Da sind Bund und Länder in der Pflicht. Das Ausmaß des Klimawandels ist nicht abzusehen, deshalb ist eine konstante Forschungsarbeit unabdingbar, um zu verhindern, dass unsere Städte zu Steinwüsten werden und Bäume nicht mehr ihren Auftrag als Klimaschützer wahrnehmen können.“

Interessenvertretung der Baumschulen

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. ist die berufsständische Vereinigung und Interessenvertretung der Baumschulen. Als Vertretung der rund 1.000 angeschlossenen Betriebe hat der BdB die Aufgabe, die Baumschulwirtschaft nach innen und außen zu stärken, wettbewerbsfähig zu machen und zu halten. Die Branche kultiviert Gehölze auf aktuell weit über 20.000 ha mit einem jährlichen Produktionswert von über 1. Mrd. €. Auf Landesebene ist der BdB in 15 Landesverbände unterteilt, in denen zum großen Teil kleine und mittelständische Baumschulunternehmen organisiert sind. Die Betriebe vereinigen sich unter dem Leitmotiv der Branche „Grün ist Leben – Baumschulen schaffen Leben“. Seit 1993 ist der BdB zusammen mit weiteren Verbänden des Gartenbaus Gesellschafter der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und ist an der Planung und Umsetzung von Bundesgartenschauen (BUGAs) und Internationalen Gartenbauausstellungen (IGAs) beteiligt.

Die nächste Tagung der ARGE Baumschulforschung wird vom 8. bis 10. September 2019 in Erfurt stattfinden.

Red./BdB

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