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AGDW – Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland.

Klimaschutzplan 2050 benennt Leistungen der nachhaltigen Forstwirtschaft

Der Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp zu Guttenberg, zur Verabschiedung des Klimaschutzplanes durch das Bundeskabinett

„Der Klimaschutzplan 2050 benennt deutlich die Leistungen der nachhaltigen Forstwirtschaft für den Klimaschutz und die Substitutionswirkung von Holz“, sagte der Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp zu Guttenberg, anlässlich der Verabschiedung des Klimaschutzplanes durch das Bundeskabinett am 14.11.2016. „Das ist ein gutes Signal der Bundesregierung an die nachhaltig wirtschaftenden Forstbetriebe.“
Der Präsident begrüßte zudem, dass sich das Leitbild 2050 an den Aussagen des Weltklimarates orientiert: So stehe im Kabinettsbeschluss, dass „die nachhaltige Waldbewirtschaftung ein geeignetes und kostengünstiges Mittel zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes“ sei. Auch werde der vielfältige Nutzen der Wälder betont: als Wirtschaftsfaktor, Rohstofflieferant, Wasserspeicher, Erholungs- und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. „Der Wald hat viele nützliche Funktionen und viele starken Seiten“, so der Präsident, „auch dieser Tatsache trägt der Klimaschutzplan Rechnung.“
Diese Tatsache hat nicht nur Eingang in den Klimaschutzplan gefunden – es werden auch Schlussfolgerungen gezogen und Maßnahmen definiert. Dazu zählt die Anpassung der Wälder an den Klimawandel mittels Anpflanzung von standortgerechten und klimatoleranten Baumarten. Laut Klimaschutzplan werde sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) verstärkt „produktive und an den Klimawandel angepasste Wälder“ gefördert würden. Zudem solle geprüft werden, mit welchen Mitteln forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse und damit der Kleinprivatwald im Rahmen der GAK unterstützt werden könnten, um die Anpassung zu bewältigen.
Auch für Holzbau und -produkte gibt es Aufwind: So sollen Barrieren, die den Einsatz von langlebigen Holzprodukten aufgrund von Baurecht oder Materialtechnik erschweren, abgebaut, das Baurecht soll modernisiert werden. Zudem solle die Forschung im Bereich innovativer Holzprodukte gestärkt werden, heißt es in dem jüngsten Kabinettsbeschluss. Zu Guttenberg: „Der Holzbau in Deutschland steckt in den Kinderschuhen. Daher gibt es gerade auch an dieser Stelle ein großes Potenzial für den Klimaschutz.“
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
AGDW - Die Waldeigentümer

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