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Zwei Millionen Waldeigentümer sind eine starke Stimme in Deutschland

Klimaschutzplan 2050: Waldeigentümer-Verband brachte Ziele der Landnutzer ein

Forstwirtschaft und Multitalent Holz als Pfeiler für den Klimaschutz

Das Bundesumweltministerium hat Ende der letzten Woche den Beteiligungsprozess am Klimaschutzplan 2050 abgeschlossen. Die 25 Delegierten von Ländern, Kommunen, Verbänden und Bürgern haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Maßnahmenkatalog übergeben, der eine Vielzahl von Empfehlungen zusammenfasst. Die AGDW – Die Waldeigentümer war mit ihrem Klimaexperten Dr. Guido Schwichtenberg bei der Übergabe vertreten, der zuvor die Belange der Waldeigentümer und Landnutzer in den Beteiligungsprozess eingebracht hatte.
„Die nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft ist ein zentraler Pfeiler für den Klimaschutz“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Daher sollten Waldbewirtschaftung und Holzproduktion in alle klimaschutzpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung einfließen.“
 
Der Maßnahmenkatalog, den die Bundesumweltministerin erhalten hat, enthält u.a. die Förderung der nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft. „Soll das 2-Grad-Ziel erreicht werden, ist es unerlässlich, bereits jetzt auch die nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung einzubeziehen und Maßnahmen zu entwickeln, die diese unterstützen und fördern“, heißt es in dem Katalog.  Durch die langen Produktionszeiträume in der Forstwirtschaft würden heute umgesetzte Maßnahmen gerade im Zeitraum 2020 bis 2050 ihre ersten größeren Auswirkungen zeitigen. Bezug genommen wird auf den Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change), der in der Forstwirtschaft ein geeignetes und kostengünstiges Mittel zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes sieht.

Neben der geforderten verstärkten Nutzung von Holz und Holzprodukten, deren Klimawirkung sich durch die Substitution anderer Rohstoffe noch steigert, werden in weiteren Maßnahmen u. a. die Aufforstung und die Entsiegelung von Flächen empfohlen. „Holz ist nicht nur der ökologische Rohstoff schlechthin, sondern auch ein Multitalent, das Öl, Gas, Beton und Stahl im Energie- wie auch im Bausektor ersetzen kann“, sagte der AGDW-Präsident. Die nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft bilde dabei die Grundlage für das gesamte Cluster Forst und Holz.

Zudem solle der Waldklimafonds fortgeführt und aufgestockt werden, heißt es in einer anderen Handlungsempfehlung. Damit wird die Förderung der nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft noch einmal besonders unterstrichen. Dieser Fonds ist ein gemeinsames Förderprogramm von Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium, das die Anpassung der Wälder an die Auswirkungen des Klimawandels unterstützt.

Zu Guttenberg: „Ein Dialogprozess ist ein guter Schritt, um die Gesellschaft in die Gestaltung von Politik einzubeziehen. Jetzt muss der Schritt vom Reden zum Handeln erfolgen, damit die vernünftigen und sinnvollen Maßnahmen auch umgesetzt werden.“ 

AGDW – Die Waldeigentümer

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