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Im ständigen Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung engagieren wir uns für unternehmerische Freiheit und für verantwortungsvolle, generationenübergreifende Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlichen Kulturlandschaften und Flächen unserer Mitglieder.

Klimaschutzleistung deutscher Wälder muss honoriert werden!

Anlässlich einer Podiumsdiskussion in Berlin haben die Verbände des ländlichen Raums ihre Forderung wiederholt, dass die Klimaschutzleistung der deutschen Wälder anerkannt und honoriert werden muss. Das Cluster Forst & Holz ist ein aktiver Klimaschützer, der mehr als 127 Mio. t CO₂ und damit rund 14 % des jährlichen CO₂-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft bindet.

„Mit der Bewirtschaftung und Pflege des Waldes erbringt der Waldbauer eine Klimaleistung für die Gesellschaft, die bislang für die Allgemeinheit umsonst war und seit jeher als selbstverständlich wahrgenommen wird“, sagt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. Das Klimapaket der Bundesregierung sehe nun vor, dass diejenigen bezahlen müssen, die CO₂ emittieren. Somit sei die logische Konsequenz, dass diejenigen honoriert werden, die CO₂ binden. „Nur damit kann die Bewirtschaftung des Waldes und damit die Sicherung der wichtigen CO₂-Senke Wald dauerhaft gewährleistet werden.“ Dies gelte auch deshalb, weil der Wald, wie die vergangenen zwei Jahre mehr als deutlich gezeigt haben, der Hauptleidtragende des Klimawandels ist.

Ökosystemleistung „CO₂-Speicherung“ muss eingeführt werden!

„Die Bewirtschaftung des Waldes ist tatsächlich aktiv betriebener Klimaschutz. Die Forstwirtschaft ist der größte CO₂-Senker in unserem Land. Deshalb brauchen wir jetzt ein verlässliches Modell, das die Waldbauern für ihren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz kontinuierlich unterstützt“, sagt Franz Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt. Im Rahmen einer CO₂-Bepreisung muss eine Honorierung der Ökosystemleistung „CO₂-Speicherung“ eingeführt werden. Im Mittelwert werden pro Hektar Wald rund 8 t C im Jahr gespeichert. Bei dem aktuellen Preis eines Zertifikats im Emissionshandel von 25 € pro Tonne CO₂ ergibt dies eine Honorierung von 200 € pro Jahr und Hektar. „Ein genaues Berechnungsmodell muss auf Basis der Bundeswaldinventur und der Forsteinrichtungen vom Bundesforstministerium in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft entworfen werden“, so Salm.

Fakt bleibt: Der Wald ist der größte Speicher von Kohlenstoff in Deutschland!

In der Politik wird diese Position in einigen Bundesländern durchaus geteilt. Allen voran haben sich Land Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz positiv zu dem Modell einer Honorierung geäußert. Tatsächlich ist der Wald der größte Speicher von Kohlenstoff in Deutschland. In seinen Bäumen und Böden sind 2,5 Mrd. t Kohlenstoff gebunden. Zu der gespeicherten Menge an Kohlenstoff kommen jedes Jahr im Zuge des Waldwachstums rund 60 Mio. t CO₂ hinzu. Darüber hinaus spart die Verwendung von Holz jährlich rund 66 Mio. t CO₂ und bindet jedes Jahr rund 3 Mio. t CO₂ langfristig in Holzprodukten. Damit ist das Cluster Forst und Holz ein bedeutender Klimaschützer, der mehr als 127 Mio. t CO₂ und damit rund 14 % des jährlichen CO₂-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft bindet.

Was eine Waldwildnis nicht leisten kann

Nur ein bewirtschafteter Wald kann CO₂ dauerhaft in Holzprodukten binden. Dagegen ist nicht bewirtschafteter Wald klimaneutral. Er setzt durch Zerfallsprozesse auf Dauer so viel CO₂ frei wie er bindet. Die Produktsenke und die Substitution entfallen bei ihm, da die Stilllegung die Nutzung von Holz komplett ausschließt. Die Absicht in Deutschland weitere 600.000 ha Wald still zu legen, würde bedeuten, jährlich auf den Entzug von etwa 4 bis 5 Mio. t CO₂ zu verzichten. Zum Vergleich: Der Verzicht auf alle innerdeutschen Flüge würde etwa 2,5 Mio. t CO₂ einsparen.

Mehr Informationen im Internet: Familienbetriebe Land und Forst NRW

Red./Familienbetriebe Land und Forst NRW

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