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Klimaschutzbedeutung von Holz stärker berücksichtigen

Klimaschutzbedeutung von Holz stärker berücksichtigen

Im Rahmen der Veranstaltung der AG Rohholzverbraucher „CO2-Fänger Holzprodukte“ vereinbarten der AGR-Präsident Ludwig Lehner und der Bundestagsabgeordnete und forstpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Cajus Caesar, sich künftig regelmäßig zu Themen der Rohstoffversorgung der Holzindustrie auszutauschen.

Lehner und Caesar fordern gemeinsam, dass Holz künftig effizienter und möglichst im Sinne einer Kreislaufwirtschaft eingesetzt wird. Dies schließe eine energetische Verwertung von Holz an keiner Stelle des Nutzungszyklus aus, stelle aber die Wertigkeit von Holz als kostbaren, mehrfach verwertbaren Rohstoff heraus, so der AGR-Präsident.

„Ein wesentlicher Vorteil von Holz ist, dass es umweltfreundlich erzeugt wird und nachhaltig zur Verfügung steht. Das AGR-Forum hat darüber hinaus deutlich gemacht, welchen enormen Beitrag die Holzverwendung zum Klimaschutz leisten kann. So ist der Wald und damit auch das Holz nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern ebenso CO2-Speicher“, begründet Caesar die Bedeutung des Rohstoffs.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des AGR-Forums war für Caesar und Lehner, dass der größere Beitrag zum Klimaschutz eher durch das Nadelholz geleistet werden kann. Nadelholzprodukte, wie beispielsweise Bauholz, haben oft eine lange Lebensdauer. Sie binden den Kohlenstoff weitaus länger, als die meisten Produkte aus Laubholz. Ein weiteres Argument nicht auf Nadelbäume zu verzichten, sind die Unterschiede in der Produktivität zwischen Laub- und Nadelholz. Während Eiche und Buche einen jährlichen Zuwachs von bis zu 8 bzw. 15 m³ aufweisen, sind es bei Fichte und Douglasie bis über 20 m³ pro Jahr und Hektar. Dies gilt es bereits bei der Baumartenwahl zu berücksichtigen. Hier sollten insbesondere klimaresistente Baumarten wie Douglasie und Tanne in unseren Wäldern beimischt werden, um einen angemessenen Nadelholzanteil von mindestens 50 % zu gewährleisten.

Die Bedeutung des Rohstoffes für den Klimaschutz verlangt zudem einen sorgsameren Umgang mit der produktiven Waldfläche. Eine naturnahe Bewirtschaftung des Waldes sollte daher vor einem pauschalen Totalschutz von Flächen stehen. Die umfassende Nutzung einheimischer Ressourcen ist der beste Schutz der Artenvielfalt.

Caesar und Lehner verabredeten, sich regelmäßig zu Rohstoffthemen auszutauschen, zum Beispiel wie die Lösungsansätze der Waldstrategie 2020 auch im Sinne des Klimaschutzes und der Standortsicherung der Holzindustrie in die Praxis umgesetzt werden können.

AGR

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