Waldschutz

Klimaschutz durch Holzverwendung

Das Pariser Klimaschutzabkommen wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) geschlossen. Es ist damit die erste rechtsverbindlich weltweite Klimaschutzvereinbarung. Die wichtigsten Ziele sind den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 Grad zu halten, sowie rasche Emissionssenkungen herbeizuführen. Die Ziele sind auch am 5. Jahrestag des Klimagipfels in Paris noch dieselben.

„Der Ausstoß von fossilem CO2 muss so rasch wie möglich beendet werden. Nur mit dem Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen können wir die Klimakrise abschwächen und immer größer werdende Milliardenschäden verhindern. Die Verwendung von Holz in allen Lebensbereichen ist dabei ein ganz wichtiger Teil der Lösung“, erklärt FM DI Mag. Johannes Wohlmacher, Präsident des Österreichischen Forstvereins. „Um die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erreichen, müssen wir die fossile Sackgasse am besten noch heute verlassen und hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft auf Basis nachwachsender Rohstoffe“, appelliert auch Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich. Rosenstatter weiter: „Nur durch eine verstärkte Verwendung von Holz in all seinen möglichen Facetten, angefangen beim Holzbau bis hin zur Produktion von Holzdiesel und Holzgas können wir fossile Energieträger und CO2-intensive Materialien wie Plastik, Stahl und Beton ersetzen und klimaschädliches, fossiles CO2 einsparen.

Raus aus der fossilen Wirtschaft, hin zur nachhaltigen Verwendung von Holz

Der verschwenderische Umgang mit Erdöl, Erdgas und Kohle muss schnellstmöglich beendet werden, um eine irreversible Störung der Abläufe in der Natur zu verhindern. Das heißt auch, CO2-intensive Materialien durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Dabei spielt Holz zweifelsfrei eine zentrale Rolle. Denn in einem Kubikmeter Holz ist eine Tonne CO2 gespeichert. So können durch den Holzbau bereits jetzt bis zu 71 % an CO2 im Vergleich zur mineralischen Bauweise eingespart werden. Dieser Substitutionseffekt ist der größte Beitrag, den der nachhaltig bewirtschaftete Wald zur Klimakrise beitragen kann, wie auch die Studie CareForParis belegt. Damit ist aber auch klar, dass weitere großflächige Außer-Nutzung-Stellungen von Waldflächen im krassen Gegensatz zu den Zielen des Pariser Abkommens stehen würden.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung hilft Menschen und dem Wald

Die Klimaverschlechterung läuft für Bäume in einer derart raschen Geschwindigkeit ab, dass unterstützende Maßnahmen durch die Waldbesitzer notwendig sind, um die CO2-Aufnahmefähigkeit des Waldes zu erhalten. Mit einer naturnahen Bewirtschaftung der Wälder werden nämlich Stabilität und Wachstum verbessert und somit die Aufnahme des schädlichen Treibhausgases aus der Atmosphäre erhöht. Denn je mehr CO2 absorbiert werden kann, desto besser ist es für uns Menschen und das Klima.

Enorme Kosten für die Gesellschaft

Bereits jetzt betragen die Schäden in Österreich infolge der Klimakrise rund 1 Mrd. € im Jahr. Ab 2030 muss die Gesellschaft dafür zwischen 2,1 und 4,2 Mrd. € aufbringen. Ab 2050 könnten die Ausgaben sogar auf über 8 Mrd. € pro Jahr ansteigen, wenn wir nichts tun. Bei diesen Kosten sind auch positive Effekte durch die Erderwärmung sowie Anpassungsmaßnahmen berücksichtigt. Dies haben Berechnungen der Universität Graz ergeben.

Klimaschutzeffekt durch verstärkte Holzverwendung

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes und anderer wissenschaftlicher Institutionen belegen den Klimaschutzeffekt. Dieser wird durch eine verstärkte Holzverwendung und den Ersatz CO2-intenisver Materialien erzielt. „Die größten Hebel für Klimaschutz und Bioökonomie sind eine verstärkte Holzverwendung und eine aktive Waldbewirtschaftung, um das Wachstum und die Vitalität unserer Wälder zu erhöhen und den Holzzuwachs anzukurbeln. Damit steht uns mehr Holz zur Verfügung. Ebenso erhöhen wir den Beitrag unserer Wälder im Kampf gegen den Klimawandel. Diesen Hebel haben wir selbst in der Hand“, richtet Rosenstatter abschließend nochmals diesen dringenden Appell an die Politik.

 

Ansprechpartner für Rückfragen: GF Dipl. Ing. Martin Höbarth; m.hoebarth@lk-oe.at

Quelle: Forstverband und Waldverband Österreich