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Die Ergebnisse der Studie wurden auf der LIGNA 2013 durch Minister Johannes Remmel gemeinsam mit den Autoren Dr. Marcus Knauf

Klimapositives Wachstum ist möglich

Multifunktionale Waldwirtschaft und die ressourcenschonende Verwendung des Rohstoffes Holz reduzieren im industriell geprägten NRW jährlich bis zu 21 Mio. Tonnen CO2 das sind ca. 6 % der nordrhein-westfälischen Treibhausgasemissonen. Daher bedeutet wirtschaftliches Wachstum in der Wertschöpfungskette Holz automatisch eine zusätzliche Einsparung von CO2 und damit mehr Klimaschutz. Auf der LIGNA in Hannover präsentierte NRW Umweltmister Johannes Remmel die wichtigsten Ergebnisse der Studie Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz. Die gemeinsam durch das Umweltministerium und Wald und Holz NRW beauftragte Studie bildet die wissenschaftliche Grundlage, um weitere Verbesserungen der Klimaschutzleistung beim verstärkten Holzeinsatz und bei einer nachhaltigen multifunktionalen Waldwirtschaft zu erreichen und diese auch in den Klimaschutzplan aufzunehmen.
„Die neue Studie belegt, dass neben dem CO2-Speicher Wald vor allem der Produktspeicher und die Substitutionsleistung von Holz von entscheidender Bedeutung für den Klimaschutz in NRW sind“, so der Minister am 6. Mai in Hannover.

Das erklärte Ziel der NRW Landesregierung sei es, die Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. Die Forstwirtschaft und die Holzbranche seien in diesem Zusammenhang besonders wichtige Partner. Klimaschutz sei eine Jahrhundertaufgabe, in der das industriell geprägte NRW ganz besonders gefordert sei, sagte der Minister. Die Studie zeige auch, wie die Klimaschutzleistungen der Holzbranche noch verbessert werden können. Die Kaskadennutzung des Holzes ist ein Aspekt, der für den Autor der Studie, Dr. Marcus Knauf, stärker beachtet werden muss: „Die Prozesse der nachhaltigen Holznutzung müssen so verändert werden, dass Holz vor der energetischen Nutzung möglichst lange stofflich genutzt wird.“ Die Studie zeigt zum ersten Mal, wie die Klimaleistungen insbesondere durch Substitution und Kaskadennutzung berechnet werden können. Für Prof. Dr. Arno Frühwald vom Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg ist die Studie eine wichtige Grundlage, um Klimaschutzleistungen durch die Forst- und Holzwirtschaft auch auf Bundesebene und in Europa richtig zu bewerten.

Die Forstwirtschaft und die Holzbranche sind mit 180 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Umsatz von 38 Mrd. EUR (Stand 2011) eine starke Branche, welche die Größenordnung des Maschinenbaus in NRW erreicht. Die Multifunktionale Waldwirtschaft und die ressourcenschonende Verwendung des Rohstoffes Holz reduzieren im industriell geprägten NRW jährlich bis zu 18 Mio. Tonnen CO2. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW rechnet vor: „Die CO2-Einsparung pro Beschäftigten in der Forst- und Holzwirtschaft liegt bei 60 t pro Jahr. Ein Spitzenwert!“ Wald und Holz NRW ist der Pilotbetrieb für eine klimaneutrale Landesverwaltung. Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Arbeitsfelder von Wald und Holz NRW. „Dabei, so betont Wiebe, geht es nicht nur um die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit. Genauso wichtig sind ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Klimaschutz ist in diesem Zusammenhang so etwas wie eine Klammer, die alle Arbeitsfelder betrifft und verbindet.“

Ziel der Landesregierung ist es die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 zu verringern. Diese Ziele wurden mit dem für NRW verabschiedeten Klimaschutzgesetz erstmals in Deutschland gesetzlich verankert. Die hierfür notwendigen Strategien und Maßnahmen werden derzeit im Rahmen des Klimaschutzplans unter Mitwirkung von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft weiter konkretisiert. Die neue Studie ist ein wichtiger Baustein um die Klimaschutzziele in NRW zu erfüllen.

download der Studie Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz

Wald und Holz NRW

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