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NRW vor Niederlage gegen Klausner

Das Oberlandesgericht Hamm hat dem Land NRW empfohlen, mangels Erfolgsaussichten seine Berufung gegen ein im Frühjahr ergangenes Urteil des Landgerichtes Münster zurückzuziehen: Nach diesem Urteil hätte Klausner Anspruch auf Erfüllung der 2007 mit dem Land geschlossenen Rundholzlieferverträge. Das OLG Hamm bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Empfehlung an das Land NRW. Zieht das Land nicht zurück und es kommen keine neuen Sachverhalte zum Tragen, so ist die Urteilsverkündung für den 26. November anberaumt. Das NRW-Umweltministerium lehnte zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Stellungnahme ab.

Die Team Timber GmbH (Schmallenberg), ein Zusammenschluss neun mittelständischer Holzverarbeiter in NRW, sieht in einer heutigen Pressemitteilung „schwere Zeiten auf die NRW-Sägereien zukommen“, weil Klausner bei Unterliegen des Landes NRW „bis 2014 jährlich 500000 Festmeter Fichtenholz“ einfordern könnte, und zwar „teilweise zu einem günstigen und marktunüblichen Fixpreis“. Jedoch könne das Land seit 2009, nachdem die Folgen von Orkan „Kyrill“ beseitigt waren, aus eigenen Beständen nur noch ca. 200000 Fm pro Jahr liefern.

Sollte Klausner die volle Liefermenge aus NRW einfordern, „bleibt für die heimische Sägeindustrie kaum Holz mehr übrig. Wir sind dann von der Holzversorgung abgeschnitten“, so Team Timber-Geschäftsführer Dr. Hubertus Weber. Das Unternehmen rät der Landesregierung, „dass sie ihre Gestaltungsspielräume ausreizt“ und sich finanziell mit Klausner einigt, „um nachhaltigen Schaden von der Holzwirtschaft in NRW abzuwenden“.

Team Timber/A. Jönsson

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