Baum und Natur

Kinder im Wald – Tipps für den Ferien-Waldbesuch

Bearbeitet von Carolin Föste

Sommer, Sonne, Waldbaden: Zur Ferienzeit heißt es für viele Familien, ab ins Grüne und mit den Kindern im Wald kreativ werden. Für alle, die noch Tipps für Unternehmungen und Abenteuer in der Natur brauchen, hier eine Ideensammlung.

Egal, ob es eine Wanderung, Sport, ein bisschen Seele baumeln lassen oder ein Mikroabenteuer sein soll – im Wald können Familien ihre Freizeit selbst gestalten. Die frische Luft und grüne Umgebung reduzieren bekannterweise Stress und sind gut für die Gesundheit. Im Wald kommen Kinder und Eltern auf kreative Ideen. Auch das Smartphone kann zum Einsatz kommen.

30 Sommer-Tipps für Kinder im Wald

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gibt 30 Tipps zu kleinen Abenteuern für Kinder im Wald – darunter Anleitungen für Rätsel oder Bastelideen. Neben waldpädagischen Klassikern wie dem „Spiegelgang“ und dem „Waldmemory“ sind verschiedene Unternehmungen dabei, die im Wald, in der Nachbarschaft oder zuhause umgesetzt werden können.

Kreativ wird es mit dem „Waldtagebuch“ oder dem „Miniatur-Dorf“. Auch Tipps für eine Schnitzeljagd mit der Familie sind dabei. Die SDW weist zu Beginn der Schulferien in mehreren Bundesländern außerdem darauf hin, dass Walderlebnis-, Achtsamkeits- sowie Baumkronenpfade für alle Familienmitglieder interessant sein können. So geben Eltern ihren Kindern auch abseits der Schule Wissen über den Wald mit.

„Wer den Wald kennenlernt und seine Vielfalt bewusst erlebt, wird sich in seinem späteren Leben auch für ihn einsetzen“, erklärt SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann. „Der aktuelle Zustand des Waldes berührt viele und wir hoffen, wieder auf vielfache Unterstützung beim Pflanzen vieler Bäume und Setzlinge in diesem Jahr.“

Welche Erfahrungen können Kinder im Wald machen?

Im Wald gibt es viel zu entdecken und lernen, ein Waldbesuch tut aber auch ohne Vorbereitung gut – Kindern genauso wie Erwachsenen. Über Steine klettern, über Baumstümpfe balancieren, spazieren, toben und verstecken – neben dem Ökosystem Wald lernen Kinder auch ihren eigenen Körper und ihre Sinnesorgane besser kennen.

Hierbei muss es nicht immer nur um körperliche Auslastung gehen. Vielmehr können Kinder im Wald auch zur Ruhe kommen, sich Geschichten ausdenken, mit Stöcken, Laub und Zapfen basteln, etwas malen, einfach nur die Sommersonne genießen oder ein Buch lesen.

Smartphone im Wald – wann Apps in der Wildnis hilfreich sind

Auch das Smartphone kann im Wald spielerisch mit genutzt werden. Mittlerweile gibt es verschiedenste Apps, die beispielsweise Routen im Wald vorgeben oder bei der Pflanzenbestimmung helfen. Die Sorge, bei längeren Radtouren oder Wanderungen den Weg nicht mehr zu finden, wird damit genommen. Auch können Eltern die Ausflüge so genauer planen und schauen, ob das Ausflugsziel kindgerecht ist.

Per Foto können Kinder im Wald schnell herausfinden, welche Pflanze am Wegesrand steht – Eltern können ihre Kinder spielerisch abfragen, zu welchem Baum das Laub am Boden gehört. Über aufgenommene Vogelstimmen herausfinden, welche Vogelart in der Baumkrone über der Reisegruppe sitzt und singt, wird per App ebenfalls zum Kinderspiel.

Kinder im Wald: Welche Gefahren gibt es?

Grundsätzlich gibt es für Erwachsene und Kinder im Wald aber auch natürlicherweise Gefahren, an die vor dem Besuch gedacht werden sollte. Auszugsweise sollten Eltern über die folgenden Gefahren Bescheid wissen:

  • Wetter: Regionale Wettervorhersagen sollten beachtet werden, denn gerade bei größeren Ausflügen kann das Wetter im Wald überraschend umschlagen. Gewitter, Stürme und Starkregen sind dabei keine Seltenheit, der Wald sollte dann umgehend verlassen werden.
  • Waldbrand: In trockenen Regionen besteht in den Sommermonaten erhöhte Waldbrandgefahr. Nehmen Sie keine Zigaretten oder sonstiges entzündliches Material mit in den Wald und beachten Sie die geltenden Regeln.
  • Zecken: Gegen Zeckenbisse können geschlossene Kleidung, festes Schuhwerk und Insektensprays vorbeugen, sie bieten aber keinen garantierten Schutz. Nach einem Waldbesuch sollte die Haut daher gründlich abgesucht und vorhandene Zecken sofort entfernt werden. Nach einem Zeckenbiss sollte man die betroffene Hautstelle beobachten und bei Veränderungen eine Arztpraxis aufsuchen.
  • Vergiftungen: Beeren, Pilze und andere Pflanzenteile aus dem Wald sollten nur verzehrt werden, wenn Sie sich ganz sicher sind, dass diese essbar und ungefährlich sind. Sonst drohen Vergiftungen. Beeren sollten möglichst vor dem Verzehr abgewaschen werden.
  • Wildtiere: Abseits der Wege können Familien auf Waldbewohner treffen. Die meisten werden sich zwar gut verstecken und sind auch nicht gefährlich, dennoch kann eine bedrohliche Tierbegegnung nie ausgeschlossen werden.

Anmerkungen aus der Redaktion: Wer viel über den Wald weiß, kann hier unvergessliche Stunden verbringen, die den Familienzusammenhalt und die eigene Persönlichkeit stärken. Spielideen, die Waldwissen enthalten, machen besonders viel Spaß und nehmen die Angst vor Unbekanntem. Am Ende des Waldbesuchs sollten alle mitgebrachten Gegenstände wieder mit nachhause genommen und der Wald möglichst so verlassen werden, wie er zu Anfang des Besuchs vorgefunden wurde. Sowohl bei den Spielideen, als auch bei den Gefahren handelt es sich lediglich um einen unvollständigen Auszug.

Mit Material der SDW