Holzverkauf und Holzpreise

Kiefer in Brandenburg wieder teurer

Bearbeitet von Jörg Fischer

Brandenburg ist gering vom Kalamitätsgeschehen der vergangenen Jahre betroffen, Außerhalb der ASP-Gebiete konnte der Regelbetrieb im Wald aufrechterhalten werden.

Aufgrund stärkerer Kalamitätsschäden in den westlich angrenzenden Bundesländern und Polen beeinflusst die einsetzende Nachfragesteigerung nach Rohholz auch den Holzmarkt in Brandenburg. Mittlerweile sind wieder langfristige Vertragsbindungen möglich. Ziel der Käuferseite ist eine langfristige Sicherung ihrer Rohstoffversorgung. Die Nachfrage übersteigt in allen Sortimenten das aktuell lieferbare Angebot. Vor allem polnische Einkäufer für Palettenholz fragen verstärkt in Brandenburg nach.

ASP behindert Holzernte in Brandenburg

Die sich weiter ausbreitende Afrikanische Schweinepest (ASP) sorgt vor allem im Großraum Eberswalde für Behinderungen bei der Holzernte. Dort sind große Flächen bis März zum Seuchenschutz-Sperrbezirk ernannt worden. Erst, wenn sie komplett eingezäunt sind, wird in diesen Bereichen wieder eine Bewirtschaftung möglich sein. Danach könnte sich der im Sommer berichtete Mengenreduktionseffekt von 25 % auf deutlich unter 10 % reduzieren.

Die aktuelle Situation hat zu erneut deutlichen Preissteigerungen geführt. Kiefernabschnitte B/C, 2b werden zu ca. 80 €/Fm gehandelt, Palettenware zu 35 bis 38 €/Fm. Nadelindustrieholz wird ebenfalls verstärkt nachgefragt. Es werden z. T. Preise deutlich über 20 €/Rm erreicht.

HMI