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Keine Messdaten zum Nulltarif

Der Deutsche Forstunternehmer-Verband (DFUV) ist nicht damit einverstanden, dass die Produktionsdaten der Harvester kostenlos an den Auftraggeber ausgehändigt werden. Das ist zum Beispiel bei den Landesforsten Rheinland-Pfalz (RLP) der Fall, die in der maschinellen Holzernte nur noch Unternehmer zulassen, die auf Basis des qualitätsgesicherten Harvestermaßes arbeiten und dafür die Harvesterdaten per E-Mail an den RLP übermitteln. Viele Unternehmer haben dieses Verfahren begrüßt, weil ihre Dienstleistung jetzt rasch und mit geringem Verwaltungsaufwand zu 100 % abgerechnet wird.„Eine rasche Abrechnung ist aber selbstverständlich. Immerhin finanzieren die Unternehmer alle Leistungen über den gesamten Aufarbeitungszeitraum vor“, sagt DFUV-Vorstandsmitglied Herbert Körner. Auch ohne qualitätsgesichertes Harvestermaß könne zumindest das nach Waldmaß aufgenommene Industrieholz sofort zu 100 % abgerechnet werden. Er verortet den eigentlichen Vorteil der Datenübergabe beim Auftraggeber, der Vermessungskosten in Höhe von 3 – 5 €/Fm spart. „Die Produktionszahlen sind unsere ureigensten Daten, für die wir in moderne Maschinen und in die Qualifizierung unserer Fahrer investiert haben. Darum wehren wir uns gegen die Datenübernahme zum Nulltarif.“ Als „bemerkenswert“ bezeichnet er die Teilnahmepflicht an kostenpflichtigen Lehrgängen, mit denen RLP den Fahrern den Umgang mit dem qualifizierten Harvestermaß beibringen will.

Oliver Gabriel

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