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Kein Diesel mehr im Lkw bis 2050

Kein Diesel mehr im Lkw bis 2050

Um die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen, muss der Verkehr in Deutschland bis spätestens 2050 treibhausgasneutral sein. Das Umweltbundesamt (UBA) hat zwei Studien durchgeführt, wie dieses Ziel zu erreichen ist.Nach der Studie „Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050“ wird bei einer Fortsetzung des derzeitigen Wachstums die Güterverkehrsleistung bis dahin um 38 % gegenüber 2010 steigen. „Wir brauchen daher deutlich mehr Güter auf der Schiene und gleichzeitig ein Ende der fossilen Kraftstoffe auch beim Lkw-Verkehr“, sagte die UBA-Präsidentin Maria Krautzberger in diesem Zusammenhang.Mit den richtigen Rahmenbedingungen, könne die Verkehrsleistung der Schiene bis zum Jahr 2050 im Vergleich zu heute um mehr als 150 % gesteigert werden. Damit wären dann immer noch 60 % der Güterverkehrsleistung auf der Straße. Um auch hier auf null Treibhausgasemissionen zu kommen, müssten fossile Kraftstoffe aus den Tanks von Lkw verbannt werden, konstatiert das UBA.Dabei setzt die Studie auf Elektromotoren und Strom aus erneuerbaren Energien. Bei Flugzeugen oder bei Seeschiffen ist dies jedoch nicht möglich. Hier sollen Kraftstoffe aus regenerativem Strom wie Power-to-Liquid (PtL) oder Power-to-Gas (PtG) eingesetzt werden. Für den Straßengüterfernverkehr untersuchte die Studie den Einsatz von PtL in Diesel-Lkw und den Oberleitungs-Hybrid-Lkw. Beide Optionen würden im Jahr 2050 null Emissionen im Güterverkehr ermöglichen.Die zweite Studie „Finanzierung einer nachhaltigen Güterverkehrsinfrastruktur“ zeigt zwei konkrete Ansatzpunkte, um die Schiene zu stärken. Zum einen müsse die Nutzerfinanzierung erweitert werden. Die Lkw-Maut solle auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet und die externen Kosten mit eingepreist werden. Auch die Schiene bleibt an dieser Stelle nicht ungeschoren: Denn das UBA fordert eine Erhöhung und weitere Differenzierung der Trassenpreise nach dem emittierten Lärm. Zum anderen empfiehlt die Studie, die Schieneninfrastruktur und die Infrastruktur für den Kombinierten Verkehr schneller auszubauen.

UBA/Red.

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