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Katharina Lapin neue Institutsleiterin am BFW

Bearbeitet von Jörg Fischer

Das österreichische Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien hat mit Beginn 2021 ein neues Institut für Waldbiodiversität und Naturschutz eingerichtet. Dessen Leitung hat seit dem 1. Februar 2021 die angesehene Wissenschaftlerin Dr. Katharina Lapin inne.

An der Schnittstelle zwischen Biodiversität und Waldbewirtschaftung arbeiten, auf diese Herausforderung freut sich die neue Institutsleiterin. Da gibt es viele Synergien – z. B. Klimawandelanpassung – aber auch Gegensätze: „Ich sehe es als unsere Aufgabe, vorausschauend mögliche Konflikte zu erkennen“, erklärte Lapin. Alle drei Abteilungen des Instituts befassen sich mit den praktischen Herausforderungen ihres Themengebiets, aber auch mit den Grundlagen. Die ökologische Genetik arbeitet schon lange an der großen Artenvielfalt von Bäumen und Sträuchern. In der neuen Abteilung Waldbiodiversität werden Maßnahmen für die Erhaltung der Biodiversität erarbeitet und die Naturwaldreservate sind wichtige Beispielflächen für die Außernutzungstellung.

„Mit dem Institut für Waldbiodiversität und Naturschutz unterstreicht das BFW seine Rolle als Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Wald. Dr. Katharina Lapin als neue Institutsleiterin zeichnet sich durch ihre umfangreiche Expertise in nationaler und internationaler Forschungsarbeit aus. Ich bin überzeugt, dass sie zudem durch ihr Netzwerk mit Behörden, Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und am Wald Interessierten diesen wichtigen Themenbereich erfolgreich am BFW gestalten wird“, betonte Dr. Peter Mayer, Leiter des BFW.

Forschung, Wissensvermittlung und Vernetzung

Die 34-jährige Lapin hat Landschaftsplanung studiert und recht bald ihren Forschungsfokus auf Biodiversität und invasive Arten gelegt. Sie strebt auch als ein Ziel für ihr Institut an, ausgezeichnete Forschungsleistungen für die angewandte und Grundlagenforschung zu liefern. Ein großes Anliegen ist ihr auch die Wissensvermittlung: „Wir machen ganz große Dinge und die müssen auch kommuniziert werden“, sagte Lapin. Nicht umsonst hat sie 2020 den #EUinmyRegion Storytelling Wettbewerb gewonnen. Die Liste ihrer wissenschaftlichen Publikationen ist lang. Gleichzeitig schafft sie es, populärwissenschaftlich schwierige Inhalte einfach und verständlich zu erklären, beispielsweise in Workshops an den forstlichen Ausbildungsstätten oder im neuen Onlinekurs „Biodiversität im Wald“, den sie konzipiert und gestaltet hat (www.bfw-onlinekurs.at/bdw).

Katharina Lapin ist international gut vernetzt. Sie steuert Beiträge zum Kapitel des IPBES-Berichts über invasive Arten bei (www.ipbes.net). Der Weltbiodiversitätsrat IPBES ist ein Gremium, das Regierungen und internationale Organisationen wissenschaftlich zu Biodiversität und Ökosystemleistungen berät. Lapin ist Mitglied in mehreren Gremien, wie etwa in der IUCN/SSC Global Tree Specialist Group (GTSG). Katharina Lapin: „Ich möchte dazu beitragen, dass sich Akteure, die im Bereich Biodiversität und Waldmanagement arbeiten, noch besser vernetzen und wir das BFW-knowhow für die Wälder der Zukunft bestmöglich einsetzen können“.

Quelle: BFW (PM)