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Kartonverpackungsmarkt: Druck auf Margen und Mengen

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte in den ersten drei Quartalen 2016 in einem richtungslosen und zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode 2015 steigern.

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich auf 1.713,8 Mio. € und lagen damit um 5,9 % (96,0 Mio. €) über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem akquisitionsbedingt höheren Geschäftsvolumen von MM Packaging.
Mit 160,2 Mio. € wurde ein betriebliches Ergebnis um 3,6 % bzw. 5,6 Mio. € über dem Vergleichswert des Vorjahres erwirtschaftet. Einer deutlichen Zunahme bei MM Packaging stand ein Rückgang bei MM Karton gegenüber. Die Operating Margin des Konzerns erreichte 9,3 % (ersten drei Quartale 2015: 9,6 %). Das Ergebnis vor Steuern stieg um 6,2 % auf 155,9 Mio. €. Der effektive Konzernsteuersatz betrug 25,9 %.
In der Kartondivision hat sich der Auftragsstand aus Europa nicht verbessert und musste durch Überseemengen ergänzt werden. In der Folge lagen die Durchschnittspreise in Europa tiefer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig verzeichneten die europäischen Altpapierpreise innerhalb kurzer Zeit einen deutlichen Anstieg, jedoch nicht aufgrund einer Markterholung, sondern wegen verstärkter Bevorratung in der europäischen altpapierverarbeitenden Industrie.
Marktlage bleibt herausfordernd
Die Lage auf dem europäischen Kartonverpackungsmarkt bleibt herausfordernd. Ausreichend verfügbare Kapazitäten und kontinuierliche Optimierung bei den Abnehmerbranchen halten die Wettbewerbsintensität hoch, wodurch sich der Druck auf Margen und Mengen fortsetzt.
Mayr-Melnhof erwartet bei den Rohstoffkosten Kontinuität auf hohem Niveau. Gestützt auf die starke Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr bleiben die positiven Erwartungen für das Gesamtjahr 2016 aufrecht. Eine Vorausschau auf 2017 ist aktuell noch nicht möglich. Das Jahresergebnis 2016 scheint aus heutiger Sicht jedoch eine Herausforderung für 2017 zu werden.
Red./Mayr-Melnhof

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