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Karl-Hermann Simon 80

Karl-Hermann Simon 80

Am 30. September wurde Dr. rer. silv. Karl-Hermann Simon 80 Jahre alt. Nach dem Abitur 1949 in Merseburg studierte K.-H. Simon an der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität in Eberswalde und schloss 1953 als Diplom-Forstingenieur ab. 1959 promovierte er über die künstliche Bodenbedeckung in Kiefernkulturen unter besonderer Berücksichtigung des Mikroklimas. Von 1953 bis 1991 wirkte er zunächst im Institut für Meteorologie der Forstwissenschaftlichen Fakultät Eberswalde, danach in der Abteilung Waldökologie/Hydrologie des Instituts für Forstwissenschaften bzw. der Forschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Eberswalde. Seine Laufbahn begann Simon als wissenschaftlicher Aspirant, ab 1962 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 1987 als Fachgebietsleiter für Forsthydrologie und Stellvertretender Abteilungsleiter. Unter Dr. Simons Leitung entstand in Britz bei Eberswalde eine Großlysimeteranlage, seinerzeit die größte in Europa.
In den 1970er-Jahren entdeckte Simon für sich die Schönheit, aber auch das Potenzial der Plansprache Esperanto. So setzte er nun einen Großteil seiner Kraft dazu ein, dieser Idee national und international Gehör zu verschaffen. 1981 gründete er den „Internacia Forstista Rondo Esperantlingua“ (Kreis der Esperanto sprechenden Forstleute), dessen Ziel die wissenschaftliche Ausarbeitung der forstlichen Terminologie in Esperanto ist. Die anfangs auf Deutsch und Esperanto beschränkte terminologische Tätigkeit wurde mit der Zeit auf weitere Sprachen ausgedehnt. Dr. Simon rief das Lexicon silvestre ins Leben und versammelte um sich eine ständig wachsende Anzahl von über die ganze Welt verstreuten Sprachspezialisten, Sprachinteressierten und Forstleuten. 1982 gründete er die Zeitschrift Forstista Informilo, die bis 2008 unter seiner Redaktion herausgegeben wurde. Die bis heute erscheinende Zeitschrift ist die Kommunikations­plattform für alle an der forstlichen Terminologie arbeitenden Mitarbeiter. 1994 gab Dr. Simon den ersten Band des Lexicon silvestre heraus, dem weitere Bände folgten. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands entstand durch seine Initiative der Förderverein Lexicon silvestre e.V., der für die Herausgabe des Lexikons der forstlichen Terminologie „Lexicon silvestre” verantwortlich ist.
Stefan Panka

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