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Karl-Friedrich Sinner verstorben

Karl-Friedrich Sinner verstorben

Völlig überraschend ist Karl-Friedrich Sinner am Samstag 18.3.2017 verstorben. Der ehemalige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald wurde 70 Jahre alt.Karl-Friedrich Sinner war im In- und Ausland als einer der führenden Experten im Waldnaturschutz anerkannt. Erst vor wenigen Wochen warb er bei zwei Veranstaltungen im Spessart für den Mut, mehr Waldwildnis zuzulassen. Dabei argumentierte er vehement gegen seinen Bruder Eberhard, ebenfalls Forstmann und ehemaliger bayerischer Staatsminister. Noch in der vergangenen Woche war Karl-Friedrich Sinner als Experte in der Nationalparkdiskussion im Landtag in München zu hören. Man müsse sich davon lösen, beim Blick auf den Wald nur die Bäume zu sehen, lautete stets sein Credo.Sinners Credo war: „Ein Nationalpark ist Heimatschutz im besten Sinne.“

Noch wenige Stunden vor seinem Tod schrieb er dazu in einem sozialen Netzwerk einen Beitrag. Er starb nach Angaben der Main-Post bei einem Spaziergang mit seinem Hund in seinem aktuellen Wohnort Langensendelbach bei Erlangen.

Karl-Friedrich Sinner wurde am 16.4.1946 in Aschaffenburg geboren, studierte Forstwissenschaften in München. Zehn Jahre leitete er das Forstamt Nürnberg, von 1998 bis 2011 den Nationalpark Bayerischer Wald, wo er maßgeblich zur Beruhigung der aufgeheizten Stimmung beitrug.Für seinen Einsatz für mehr Naturnähe in den Wäldern wurde Sinner wiederholt ausgezeichnet, unter anderem mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt.

Heinrich Höllerl

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