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Reichswald

Karl-Friedrich Sinner geehrt

Zwei Jahre nach seinem völlig überraschenden Tod erinnerten mehr als 70 ehemalige Weggefährten zusammen mit der Familie Sinner an die großartigen Leistungen des früheren Leiters des Forstamts Nürnberg. Auf Initiative des Erlanger Forstdirektors Dr. Peter Pröbstle wurde dem bekannten und beliebten Forstmann im Sebalder Reichswald ein Gedenkstein gesetzt.

Karl-Friedrich Sinner wirkte von 1980 bis 1998 im Nürnberger Reichswald. Zunächst war er stellvertretender Leiter am Forstamt Erlangen und ab 1988 als Forstamtsleiter in Nürnberg. Mit unglaublicher Energie und Durchsetzungskraft trieb er den Umbau des Nürnberger Reichswaldes vom naturfernen Kiefernforst zum naturnahen Mischwald auf großer Flä-che voran. Dabei lag dem engagierten und doch gelassenen Forstmann die Integration des Naturschutzes in die Waldbewirtschaftung ebenso am Herzen wie die Entwicklung des Nürnberger Reichswaldes zu einem stadt-nahen Erholungswald. Im Anschluss an seine Nürnberger Tätigkeit leitete Sinner bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2011 den ältesten Nationalpark Deutschlands, den Nationalpark Bayerischer Wald.

Zur Gedenkveranstaltung hatten die Bayerische Forstverwaltung, der Naherholungsverein Sebalder Reichswald und der Forstbetrieb Nürnberg eingeladen. Gemeinsam mit den Familienmitgliedern, enthüllten Forstdirektor Pröbstle dem BUND Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger und dem neuen Forstbetriebsleiter Wurm den Gedenkstein in der Waldabteilung Hirschensprung. Im Anschluss erinnerte der 92-jährige ehemalige Leiter des Forstamtes Erlangen Helmut Horneber mit sehr persönlichen Worten an seinen langjährigen Wegbegleiter.

Bei einem anschließenden Waldbegang würdigten Prof. Weiger, Prof. Manfred Schölch von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft sowie Forstbetriebsleiter Wurm die Leistungen Sinners für den Reichswald. Stellvertretend für die Familie sprach der ehemalige Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Staatsminister a.D. Eberhard Sinner, der Bruder des Geehrten abschließend einige bewegende Worte.

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth

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