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Karl Apel

Karl Apel 60 Jahre

Am 11. Februar vollendet der Leitende Ministerialrat Karl Apel, langjähriger Referatsleiter im Hessischen Forstministerium und stellvertretender Leiter der Hessischen Landesforstverwaltung, das 60. Lebensjahr.

In den nordhessischen Wäldern bei Rotenburg an der Fulda aufgewachsen, studierte Karl Apel nach seinem Abitur an der Georg-August-Universität in Göttingen Forstwissenschaften, schloss das Studium mit einem Spitzendiplom ab und absolvierte sein Referendariat bei der Hessischen Landesforstverwaltung.

Die forstliche Laufbahn von Karl Apel

Seine forstliche Laufbahn begann Apel 1986 als stellvertretender Forstamtsleiter im Hessischen Forstamt Weilburg, in welchem er sich von Anbeginn an mit großer Hingabe dem zum Forstamt gehörenden Versuchs- und Lehrbetrieb für Waldarbeit und Forsttechnik widmete. Die großen Stürme Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre prägten seine Zeit im Forstbetrieb. Die Organisation und der Einsatz von damals neuer Forsttechnik wie Harvester, Seilkrananlagen und Lebendkonservierung von Laubholz waren Herausforderungen in der Praxis und dem forstlichen Versuchswesen in Weilburg zugleich.

Die Steuerung der dem Forstamt zugehörigen staatlichen, kommunalen und privaten Forstbetriebe einerseits, sowie die Einbeziehung in die Lehrtätigkeit und das technische Versuchswesen andererseits qualifizierten ihn in ausgezeichnetem Maße für die im Jahr 1995 erfolgende Übernahme des „Waldarbeits- und Forsttechnikreferats“ im Forstministerium.

Auf das in Weilburg gelegte fachliche Fundament der Waldarbeit und Forsttechnik stockte Apel das Wissen im Bereich Arbeits- und Tarifrecht auf und genießt seit Jahrzehnten bundesweit einen exzellenten Ruf als Tarifexperte. Eine Qualifikation die für das Land Hessen, das seit vielen Jahren die Tarifverträge für alle Angestellten des Landes individuell als Arbeitgeber mit den Vertretungen der Arbeitnehmer verhandelt, von großem Vorteil ist.

Die Arbeitswelt versteht er aber nicht als Tarifwesen oder Maschinentechnik, sondern als ein gemeinsames Voranstreben mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei ihm an erster Stelle stehen. Qualifikation, angemessener Lohn, Arbeitssicherheit, Gesundheitsvorsorge und Fortbildung sind Themen, denen Apel seine Fähigkeiten mit Herzblut widmet. Folgerichtig vertritt er seit Jahrzehnten das Land Hessen in der Unfallkasse Hessen und im Verwaltungsrat des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik. Seit vielen Jahren engagiert er sich zudem in der Gesellschaft für forstliche Arbeitswissenschaften e. V. (GEFFA), zur Zeit als deren Vorsitzender.

20 Jahre Einsatz für die Laufbahnsausbildung in Hessen

Die Forstlaufbahnen gestaltet Apel seit nun mehr fast 20 Jahren in Hessen mit. Als Prüfer im Prüfungsausschuss für den höheren Forstdienst hat er sich bei den hessischen Forstassessorinnen und Forstassessoren u. a. nicht nur mit Angelruten und Fragen zum Fischereirecht eine bleibende Erinnerung geschaffen. Seine versierten Fähigkeiten als passionierter Fischer bringt er nicht nur bei seinen Prüfungen ein, sondern nutzt diese alltäglich als Leiter der Obersten Fischereibehörde des Landes, wo er für die Berufs- und Freizeitsparte Maßstäbe setzt. Sein weitgespanntes Verständnis über die gestellten Aufgaben und nötigen Lösungen zeigt sich exemplarisch bei seinen Erfolgen für den Fischartenschutz in Hessen. Rund 17 Jahre leitete Apel mit großem Engagement zudem die Oberste Jagdbehörde.

Er ist Forstmann mit Leib und Seele, der sich mit Ausdauer, Geschick und Hartnäckigkeit den Aufgaben und Herausforderungen stellt. Seine Bescheidenheit, seine Fürsorge für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sein hervorragendes Urteilsvermögen erklären die hohe Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird.

Für die Hessische Landesforstverwaltung ist er ein großer Glücksfall, der über einen langen Zeitraum wichtige Felder des Forst-, Jagd- und Fischereiwesens in Hessen souverän meistert und sich große Verdienste erworben hat. Zu seiner Stärke, auf die wir in den kommenden Jahren weiterhin bauen, tragen aber auch seine Familie und sein Heim, das „Steigerhaus“, eingebettet in die schöne Kulturlandschaft des Westerwaldes, bei.

Ad multos annos!

Carsten Wilke

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