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Kanister Storz Foto: KWF

Kanisterfüllsysteme im Test

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) hat überprüft, wie dicht und robust Kanisterfüllsysteme zum Betanken von Motorsägen oder Freischneidern sind. Untersucht wurden drei Kombikanister von Husqvarna, Hünersdorff und Stihl sowie zwei Einwegkanister zum Aufstecken auf Tragevorrichtungen von Aspen und Storz. Die bei diesen Produkten verwendeten Sicherheitsfüllsysteme ermöglichen ein weitgehend verlustfreies Betanken und reduzieren dabei die Belastung durch Kraftstoffdämpfe im Atembereich. Ihre Verwendung wird aus Gründen der Gesundheitsvorsorge empfohlen.Wie der Leiter des KWF-Fachressorts „Geräte & Werkzeuge“, Dietmar Ruppert, berichtet, hielten allerdings nur die Füllsysteme von Stihl und Aspen den bei sommerlichen Temperaturen auftretenden Innendrücken stand und blieben dicht. Bei Außentemperaturen von 30 °C entstehen in geschlossenen Pkw Temperaturen bis 70 °C, die unabhängig vom Füllgrad des Kanisters zu Innendrücken bis über 1 bar führen.Wie die Untersuchung weiter zeigte, können die Schließdichtungen bei mechanischen Einwirkungen durch Sturz, Fall oder Stoß leicht beschädigt werden. Lediglich das Stihl-System hat die Fallprüfung schadfrei überstanden.Für alle Fabrikate stellte das KWF ein weiteres Problem fest: Die Sicherheits-Füllsysteme werden bei der vorgeschriebenen Bauartenzulassung nicht mitgeprüft und dürfen daher beim Transport auf öffentlichen Straßen nicht auf dem Kanister verbleiben.Das KWF wird nun Prüfgrundlagen für praxisgerechte Kanisterfüllsysteme erarbeiten.

KWF/Red.
Kanister Hünersdorff Foto: KWF Kanister Storz Foto: KWF Kanister Husqvarna Foto: KWF

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