ABO

Kanadier übernehmen Mehrheit am schwedischen Vida-Konzern

Am 15. November gab das kanadische Unternehmen Canfor Corporation bekannt, eine Vereinbarung zur Übernahme von 70 % der Anteile an dem schwedischen Sägewerkskonzern Vida unterzeichnet zu haben. Die Akquisition soll voraussichtlich im 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein.

Für die 70 % der Anteile am schwedischen Vida-Konzern nennt Canfor einen Kaufpreis von 3990 Mio. SEK (rund 390 Mio. €) in Form von Bargeldzahlungen und Schuldenablösung. Dazu gehört auch ein Betriebskapital in Höhe von etwa 84 Mio. €. Die aktuellen Eigentümer von Vida behalten 30 % und führen das Tagesgeschäft fort.

„Diese Übernahme wird es Canfor ermöglichen, das weltweite Holzfaserangebot weiter zu diversifizieren und Lieferungen zu sichern, um der wachsenden Nachfrage unserer Kunden nach hochwertigen Holzprodukten gerecht zu werden“, sagt Don Kayne, Präsident und CEO Canfor. Vida ist Schwedens größtes Sägewerksunternehmen in Privatbesitz mit neun Sägewerken in Südschweden und einem Schnittholzausstoß von rund 1,8 Mio. m³ pro Jahr. Damit ist der Betrieb laut Holzkurier-Erhebung auf Platz 11 der größten Sägewerken Europas. Santhe Dahl, CEO von Vida, und Måns Johansson, stellvertretender CEO, führen weiterhin die Geschäfte.

Erst Anfang November gab Canfor die Akquisition der Elliott Sawmilling Company bekannt. Mit diesen beiden Übernahmen beträgt die jährliche Produktionskapazität von Canfor künftig rund 7,2 Mrd. bft. (rund 11,5 Mio. m³). Damit ist Canfor nun in etwa gleich groß wie West Fraser – die beiden sind weltweit die größten Sägewerkskonzerne.

holzkurier.com

Auch interessant

von