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Kanadier folgt

Kanadier folgt auf Prof. Warkotsch

Die TU München hat Dr. Eric Labelle aus Kanada zum Tenure Track Professor „Forstliche Verfahrenstechnik“ in Freising-Weihenstephan berufen. Er tritt seine Tätigkeit zum Wintersemester 2014/2015 an. Dr. Labelle ist damit Nachfolger von Prof. Dr. Walter Warkotsch, der Ende März 2011 in Ruhestand ging. Nachdem das erste Berufungsverfahren gescheitert war, hatten sich in der zweiten Ausschreibungsrunde zwölf Kandidaten auf die Tenure Track Professur beworben. Solche Professuren besetzen die Hochschulen auch mit Nachwuchswissenschaftlern ohne Habilitation. Nach zwei, vier und sechs Jahren wird ihre Arbeit von unabhängigen Experten bewertet. Erst dann ist eine unbefristete Anstellung möglich. Die Lehrtätigkeit ist auf fünf Wochenstunden begrenzt.Wie Prof. Dr. Michael Weber, der Dekan der Fakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement, bestätigt, ist der Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik mit der Neubesetzung im Prinzip aufgelöst. Die Professur Forsttechnik hat mit nur einer Assistentenstelle zunächst eine schmalere Ausrichtung. Der Bereich Angewandte Informatik bleibt zwar vertreten, wurde aber neu zugeordnet.Dr. Labelle hat eine Ausbildung als Forsttechniker gemacht, ehe er ein Bachelorstudium in Forstwirtschaft und ein Masterstudium in Forsttechnik absolvierte. 2012 vollendete er seine Promotion an der Universität New Brunswick, an der auch Prof. Dr. Dirk Jäger tätig war, ehe er 2012 die Professur für Forstliche Verfahrenstechnik an der Universität Freiburg übernahm. Seit 2011 arbeitet Dr. Labelle am Northern Hardwoods Research Institute der Universität New Brunswick. Er hat sich dort bisher vor allem mit der Analyse physikalischer Maschinen-Boden-Interaktionen und deren Folgen für das Pflanzensystem beschäftigt. Weitere Schwerpunkte seiner Forschungsarbeiten sind: ökoeffiziente Verfahrenstechnik, Verfahren zur Bereitstellung von Biomasse und Bioenergie sowie Bodenmechanik.

TU München/Red.

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