Holzverkauf und Holzpreise

Kanada will US-Zölle auf Nadelschnittholz anfechten

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die kanadische Handelsministerin Mary Ng hat am 21. Dezember erklärt, die von den USA endgültig festgelegten Antidumping- und Ausgleichszölle für Nadelschnittholz aus Kanada gemäß Kapitel 10 des Kanada-USA- Mexiko-Abkommens (CUSMA) anfechten zu wollen.

Mit dieser Maßnahme wolle Kanada seinen Forstsektor und damit seine nationalen Interessen Kanadas verteidigen. Nach der Verdopplung der Zölle auf durchschnittlich 17,9 % durch das US-Handelsministerium bekräftigt Ministerin Ng Kanada Forderung an die Vereinigten Staaten, keine ungerechtfertigten Zölle auf kanadische Nadelholzprodukte zu erheben.

Ng: Zölle schaden US-Verbrauchern

Kanadas Nadelholzindustrie sei eine Schlüsselkomponente des kanadischen Forstsektors, der 2020 mit 185.000 Beschäftigten einen Umsatz von 25 Mrd. US$ erwirtschaftete. Zudem seien die USA seit langem auf kanadische Schnittholzprodukte angewiesen, um ihren heimischen Bedarf an Baumaterialien zu decken. Die Zölle schadeten daher nicht nur kanadischen Gemeinden, Unternehmen und Arbeitnehmern, sondern bedeuteten auch eine Steuer für US-Verbraucher, deren Kosten für Wohnen, Renovierungen und Mieten steigen.

Kanada sei bereit, auf eine Verhandlungslösung für dieses langjährige Handelsproblem hinzuarbeiten, die eine Rückkehr zu einem vorhersehbaren grenzüberschreitenden Handel mit Nadelschnittholz ermöglichen würde, erklärt Ng.

Quelle: Reg. v. Kanada