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Kampf gegen illegalen Holzeinschlag: Internationale Behörden in Deutschland

Kampf gegen illegalen Holzeinschlag: Internationale Behörden in Deutschland

Vom 18. bis 19. Februar informiert sich auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine internationale Delegation von Behördenvertretern aus den USA, Australien und Interpol über die nationale Arbeit zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags. 
Die USA und Australien haben, wie auch die EU, gesetzliche Vorschriften erlassen, um den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz zu verhindern, Interpol führt ebenfalls ein Projekt zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags durch.
Insgesamt reisen die Experten fünf Tage durch die EU: vom Hafen in Rotterdam, wo internationale Holzimporte ankommen bis nach Brüssel, wo die EU-Fachleute sich abstimmen. In diesem Rahmen unterrichten sich die Teilnehmer zwei Tage lang in Hamburg sowohl über die Arbeit des Thünen-Kompetenzzentrums Holzherkünfte als auch bei der für die Kontrollen in Deutschland zuständigen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte
Vor etwa einem Jahr wurde das Kompetenzzentrum Holzherkünfte im Thünen-Institut in Hamburg eröffnet. Seitdem helfen die Experten des staatlichen Forschungsinstitutes gezielt dabei, die strengen Vorschriften gegen den Handel mit illegalem Holz umzusetzen und unterstützen dazu Holzimporteure und Behörden, auch aus anderen EU-Staaten, da Deutschland in diesem Bereich weltweit führend ist. Damit sorgt das Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte dafür, dass Häuslebauer oder Möbelkäufer ganz sicher sein können, kein geschütztes Stückchen Regenwald im Fensterrahmen zu verbauen oder auf die Terrasse zu stellen.
Woher ein Holz stammt, welche Baumart es ist und ob es nach nationalen Gesetzen des Herkunftslandes und internationalen Artenschutz- und Handelsabkommen hätte geschlagen werden dürfen, können die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums mit wissenschaftlichen Analysen prüfen. Für diese Aufgaben stehen den Hamburgern unter anderem aufwendige forstgenetische Testverfahren und eine der weltweit größten wissenschaftlichen Holzsammlungen mit rund 50.000 Präparaten zur Verfügung.
Über Grenzen hinweg ermitteln 
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist für die Kontrollen nach dem Holzhandels-Sicherungs-Gesetz zuständig, welches die 2013 in Kraft getretene EU-Verordnung gegen den Handel mit illegalem Holz national regelt.
Wie diese Kontrollen ablaufen und auf welche Weise die Zusammenarbeit zwischen den Behörden in den verschiedenen EU-Staaten funktioniert, wird mit den Besuchern in der Außenstelle der BLE in Hamburg diskutiert. Weil der Handel mit Holz, gerade mit solchem aus illegaler Herkunft, international ist, ist ein Informationsaustausch mit den Experten aus USA, Australien und Interpol wichtig. Er legt die Grundlage dafür, dass die jeweils national Zuständigen über Grenzen hinweg ermitteln können und dass auf unseren Märkten keine Produkte aus illegalem Holzeinschlag Fuß fassen.
BMEL

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