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Käferspürhunde

Käferspürhunde

Die feine Nase von Hunden wird für viele Zwecke genutzt. Am bekanntesten sind wohl die Drogensuchhunde, die der Zoll einsetzt. Aber auch in der Forstwirtschaft wird mit ihnen erfolgreich experimentiert. Spiegel online berichtete 2016 von der Beagle-Hündin Mira, die in Baden-Württemberg zum Aufspüren des gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers eingesetzt wird. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) hat versuchsweise schon 2005 Fichtenbestände mit Spürhunden auf Borkenkäferbefall abgesucht. Die speziell ausgebildeten Hunde waren in der Lage, die Bestände selbstständig auf den Geruch von Bohrmehl, Käfer und Käferbrut abzusuchen.

Auf der Elmia Wood in Schweden stellte sich zuletzt die Firma Snifferdogs (www.snifferdogs.se) vor, die den Einsatz von Käferspürhunden als Dienstleistung anbietet. Die Hunde des Unternehmens riechen die Pheromone des Buchdruckers schon unmittelbar nach dem Befall eines Baumes, war am Messestand zu erfahren – und zwar aus bis zu 100 m Entfernung. Das ist deutlich früher als es bei der optischen Kontrolle auf Bohrmehl, Harzfluss oder Einbohrlöcher möglich ist. Untersuchungen der schwedischen Universität SLU haben bestätigt, dass Spürhunde eine effiziente Möglichkeit sind, um Borkenkäfer frühzeitig festzustellen. Die Käferbäume können dann so früh gefällt werden, dass die Jungkäfer erst gar nicht ausfliegen. Snifferdogs sucht mit Hunden rund 10 ha pro Stunde ab.

Oliver Gabriel

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