Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
In einigen Regionen machen ausländische Unternehmen den Rundholzspediteuren das Leben schwer

Kabotagevorschriften werden nicht eingehalten

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und die Polizei haben am 28. Mai in Nordhessen und im Südharz kontrolliert, ob bei Rundholztransporten die Kabotagevorschriften eingehalten werden. Die Bundesvereinigung für das Holztransportgewerbe (BdHG) und der Bundesverband Güterverkehr und Logstik (BGL) hatten sich im Vorfeld über häufige Verstöße beklagt. Sie treten nach Auskunft der BdHG besonders in Ostdeutschland, im Südharz und im nördlichen Hessen auf.

Viele Beanstandungen

Bei der Kontrolle überprüften die Beamten 26 Holztransporte durch gebietsfremde Unternehmen. Neun davon haben sie aus verschiedenen Gründen beanstandete, in sechs Fällen haben osteuropäische Fahrer die Kabotagevorschriften nicht beachtet. Diese Quote ist nach Auskunft des BAG nicht besonders auffällig. Doch immerhin verhängte es gegen gebietsfremde Beförderer Sicherheitsleistungen von über 12.000 €. Es  wird derartige Kontrollen zudem bundesweit wiederholen.

Um den Kontrolldruck hoch zu halten, schafft das BAG darüber hinaus bis Ende dieses Jahres 76 neue Stellen. Strengere Kabotageregeln sind dagegen nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums dagegen nicht vorgesehen.

Was ist Kabotage

Der Begriff Kabotage bezieht sich auf die Erbringung von Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Transportunternehmen. Nach einer grenzüberschreitenden beladenen Einfahrt, zum Beispiel nach Deutschland, sind drei Kabotagebeförderungen innerhalb von sieben Tagen in Deutschland erlaubt. Die erste Kabotagebeförderung darf erst nach vollständiger Entladung des Fahrzeugs erfolgen.

BAG/Red.

Auch interessant

von