ABO
Rund 60 Studierende strömten am Abend in den Altbau, um endlich einmal umfassend aus erster Hand über die Laufbahnausbildung sowie den daraufhin möglichen Berufseinstieg bei Sachsenforst informiert zu werden.

Junges Netzwerk Forst in Sachsen meldet sich zurück

Aufgrund des Wechsels der Landes-/Hochschulvertreterinnen des Jungen Netzwerk Forst in Sachsen gab es seit Januar eine längere Pause des Netzwerkes in Tharandt. Umso erfreulicher war das große Interesse an der Auftaktveranstaltung am 7. November, was besonders auch dem Thema „Und nach dem Studium – Gesprächsabend mit Nachwuchskräften zur Ausbildung beim Staatsbetrieb“ zu verdanken ist.

Rund 60 Studierende strömten am Abend in den Altbau, um endlich einmal umfassend aus erster Hand über die Laufbahnausbildung sowie den daraufhin möglichen Berufseinstieg bei Sachsenforst informiert zu werden. Dazu hatte das Junge Netzwerk Forst (JNF) Janet Meschkat, Carolin Werthschütz, Felix Spittler und Patrick Donat eingeladen. Sie sind Anfang 30 und haben vor Kurzem entweder den Anwärter oder das Referendariat absolviert und sind nun als Revierleiterin, Sachbeauftragter oder als Referent für Privat- und Körperschaftswald bzw. in der Forsteinrichtung beim Staatsbetrieb Sachsenforst tätig.

Der gehobene und höhere Dienst beim Staatsforst sind die wohl bekanntesten Berufsbilder bei Forststudenten. Doch so richtig wusste bisher wohl keiner der Veranstaltungsteilnehmer, was ihn erwarten könnte. Deshalb haben viele Studierende die Chance ergriffen und zahlreichen Fragen an die Gäste gestellt. Unter anderem wie die Laufbahnausbildung mit bereits bestehender Familie vereinbar ist, oder welche Fähigkeiten man sich über das Studium hinaus noch aneignen sollte, um eventuelle Defizite während der Ausbildung nicht mühsam aufholen zu müssen.

Netzwerk Forst
Die jungen Försterinnen und Förster von Sachsenforst (v.r.): Felix Spittler, Patrick Donat, Janet Meschkat, Carolin Werthschütz und die Regionalvertreterin vom Jungen Netzwerk Forst (JNF), Ulrike Willhelm. Foto: JNF

In lockerer Atmosphäre berichteten Janet Meschkat, Carolin Werthschütz, Felix Spittler und Patrick Donat authentisch über ihre Erfahrungen. So wird man während der Ausbildung beispielsweise an diversen Orten eingesetzt, um die Bandbreite der Waldstandorte in Sachsen kennenzulernen. Man sollte dahingehend also flexibel sein. Bei der Übernahme jedoch wird von Sachsenforst oftmals versucht, auf die Familien- und Wohnsituation Rücksicht zu nehmen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Abends war, dass wir Studenten selbstständig zusätzliche Praxiserfahrungen sammeln sollten, weil diese wegen des theoriereichen Studiums in Tharandt zu kurz kommen. Es erleichtere die Ausbildung sehr, wenn man bereits verschiedene Waldbilder und Waldbausituationen gesehen hat. Um sich dahingehend weiterbilden zu können, eignen sich Praktika oder auch Fachexkursionen, wie sie von den zahlreichen forstlichen Vereinen, z.B. vom Deutschen Forstverein und vom Jungen Netzwerk Forst angeboten werden.

Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass es wirklich ein gelungener Abend war. Der umfassende Einblick in die Laufbahnausbildung exemplarisch beim Staatsbetrieb Sachsenforst erleichtert nun bestimmt einigen die Entscheidung, wie es nach dem Studium weitergehen könnte.

Ulrike Willhelm

Auch interessant

von