ABO
Die Gäste des Jugendwaldheims haben zwei Wochen zusammen gelebt, sich selbst versorgt und täglich 5 Stunden in den Waldflächen rund um das Jugendwaldheim gearbeitet.

Jugendcamp der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten

Vom 23. Juli bis 3. August verbrachten 20 junge Menschen aus 11 Ländern einen besonderen Urlaub im Jugendwaldheim Süderlügum. Sie nahmen am Internationalen Jugendcamp teil, das die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten zusammen mit dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst IJGD e. V., der BINGO!-Umweltlotterie und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Schleswig-Holstein e. V., organisiert hatten.

Die Teilnehmer stammten aus Deutschland, Mexiko, Spanien, Tunesien, Italien, Tschechien, Serbien, Frankreich, Österreich, Ungarn und Dänemark. Alle waren zwischen 16 und 35 Jahre alt. Der Aufenthalt in Süderlügum war für die Teilnehmer kostenlos, lediglich die Anreise musste aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Gäste des Jugendwaldheims lebten zwei Wochen zusammen, versorgten sich selbst und arbeiteten von Montag bis Freitag täglich 5 Stunden auf den Waldflächen rund um das Jugendwaldheim. Bernd Begier und Jan Hansen-Viertel, die beiden Forstwirte des Jugendwaldheims, sowie eine Teilnehmerin des Freiwilligen Ökologischen Jahres und die Hauswirtschafterinnen Mara Carstensen und Carmen Schäfer leiteten sie dabei an.

Pflegearbeiten im Wald

Die Besucher erledigten Pflegearbeiten wie die Entnahme unerwünschter Gehölze in den Naturschutzgebieten und geschützten Lebensräumen. Sie wurden zudem für kleine Pflegearbeiten im Wald eingesetzt und stellten Holzstangen für Erholungseinrichtungen her. Auf der Binnendüne Süderlügum entfernten sie große Mengen der unerwünschten Traubenkirsche. Außerdem befreiten sie vier kleine Feuchtbiotope von Baumbewuchs. Bernd Begier und Jan Hansen-Viertel leisteten wertvolle Unterstützung. Sie leiteten die Jugendlichen im Umgang mit Handsäge, Astschere und Schäleisen an.

Bei allen Arbeiten standen Abwechslung und der gemeinsame Erfolg im Vordergrund. Das heiße Wetter wer kein Problem – vielen Teilnehmenden war es sehr vertraut. „Das ist so wie bei mir zu Hause“, sagte Viridiana Munoz Romero aus Mexiko. Sie ist Lehrerin und kommt aus Mexiko-City. Dort wird sie von ihren Erlebnissen in Süderlügum berichten.

Gemeinschaft in der Gruppe

Für alle Teilnehmer waren die Erfahrung von Gemeinschaft und die konkrete Arbeit in der Natur eine wichtige Motivation. „Für mich war es wichtig, Menschen kennenzulernen und etwas Sinnvolles zu tun“, sagte Ognjen Radosavljevic aus Serbien, der mit seiner Freundin anreiste und in Belgrad Politikwissenschaft studiert. Viel zu erzählen hatte auch Mortaza Mussawi, der aus Afghanistan stammt und seit zwei Jahren in Deutschland lebt: „Wir haben viel Spaß in der Gruppe. Vor allem die gemeinsame Arbeit verbindet uns.“

Neben der Arbeit im Wald ist die Organisation des Camps eine besondere Herausforderung. Ein Teamer aus Spanien und ein Teamer aus Tunesien halfen mit ihrer Erfahrung. Die Verständigung auf Englisch lief gut, und reihum wurden Spezialitäten der jeweiligen Herkunftsländer gekocht – von Couscous bis Minestrone. „Das Camp lief sehr gut – die Gruppe hat gut zusammengepasst und viele neue Freundschaften sind entstanden“, fasste Mehdi Haicheur aus Tunesien zusammen, der mit 29 Jahren einer der Ältesten war und als Teamleiter mitarbeitete.

„Dieses Projekt haben wir gern unterstützt, weil es den Schutz des Waldes in Schleswig-Holstein mit der Bildung junger Menschen verbindet und zur internationalen Verständigung beiträgt. Dies verläuft ganz im Sinne der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“, sagte Dr. Christel Happach-Kasan, Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein. In ihrer Freizeit waren die Jugendlichen mit dem Fahrrad in der Umgebung unterwegs. Dabei waren natürlich der Badesee in Ladelund und die Nordseeküste sehr beliebt, aber auch Flensburg, das Nolde-Museum und Dagebüll wurden besucht.

„Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit der Partner so gut funktioniert hat. Die hohe Nachfrage nach den Plätzen und der engagierte Einsatz der Jugendlichen zeigen, dass dieses Angebot richtig ist!“, sagte Stephan Mense, Leiter der Bildungsarbeit bei den Landesforsten: „2005 hatten wir in Süderlügum das erste Internationale Jugendcamp. Weil die Erfahrungen so positiv sind und das Team des Jugendwaldheims so engagiert mitgemacht hat, wollen wir im nächsten Jahr dieses Camp wieder anbieten.“

SHLF
Die Teilnehmer stammten aus Deutschland, Mexiko, Spanien, Tunesien, Italien, Tschechien, Serbien, Frankreich, Österreich, Ungarn und Dänemark. Vom 23. Juli bis 3. August verbrachten 20 junge Menschen aus 11 Ländern ihren Urlaub im Jugendwaldheim Süderlügum. Auf der Binnendüne Süderlügum entfernten die Gäste des Jugendwaldheims große Mengen der unerwünschten Traubenkirsche.

Auch interessant

von